08.04.2026
War es Absicht?
Die Sacramento Kings stehen nach ihrem Spiel gegen Golden State im Fokus, allerdings nicht wegen ihrer Leistung. Eine Szene im Schlussviertel sorgt für Diskussionen über mögliches Tanking.

Im Duell mit den Golden State Warriors lieferten die Sacramento Kings eigentlich ein enges Spiel mit zahlreichen Führungswechseln. Doch ausgerechnet in einer entscheidenden Phase im vierten Viertel sorgte eine Aktion für Verwunderung: Nach einer eigenen Ein-Punkt-Führung foulten die Kings ohne erkennbaren Grund abseits des Balls - und schenkten den Warriors damit einfache Punkte.
Besonders brisant: Das Foul kam in einer Situation, in der Sacramento eigentlich hätte verteidigen müssen. Stattdessen entschieden sich die Kings dafür, den starken Freiwurfschützen Seth Curry zu foulen - obwohl sie bereits in der Teamfoul-Penalty waren. Für viele Beobachter wirkte das wie ein bewusstes Nachlassen im Kampf um den Sieg.
Auch Draymond Green äußerte sich danach deutlich. "Ich habe gesehen, wie sie Seth Curry drei Minuten vor Schluss ohne Grund gefoult haben - in der Penalty!", sagte der Warriors-Star. Für Green war die Szene ein offensichtliches Beispiel dafür, wie Teams die sportliche Integrität des Spiels untergraben.
Darüber hinaus forderte Green klare Konsequenzen von der Liga. "Ich werde bestraft, wenn ich etwas falsch mache. Dann sollen sie die Teams eben richtig zur Kasse bitten", sagte er. Die NBA wisse genau, wie sie mit technischen Fouls von Spielern umgehe, bei Tanking aber wirke die Liga plötzlich ratlos. Gleichzeitig kritisierte Green auch das Play-In-Turnier: Es sorge zwar dafür, dass mehr Teams rechnerisch im Rennen bleiben, löse das Tanking-Problem aber nicht wirklich - vielmehr werde es dadurch teilweise verdeckt, weil auch schwächere Teams lange eine Chance auf die Postseason behalten.
sgm