vor 3 Stunden
Reaktion auf Wettskandal
Der Wettskandal im griechischen Basketball zieht weitere Kreise. Nach der Verhaftung von Verbandspräsident Vangelis Liolios erhebt EuroLeague-Klub Panathinaikos schwere Vorwürfe gegen das Schiedsrichterwesen und kündigt rechtliche Schritte an.

In einer am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Stellungnahme wirft Panathinaikos Athen den Verantwortlichen vor, den Verein über Jahre systematisch benachteiligt zu haben. Dabei geht es vor allem um Schiedsrichterentscheidungen, angeblich verlorene Titel und hohe Geldstrafen. Nach Darstellung des Klubs seien bestimmte Unparteiische wiederholt regelwidrig für Spiele angesetzt worden.
Deutlich wird der Verein mit Blick auf die angekündigten Schritte. Panathinaikos werde vor Gericht ziehen, um zurückzufordern, was ihm durch ein von Korruption geprägtes System genommen worden sei. Dies sei man sowohl den eigenen Fans als auch den Spielern und Trainern schuldig, denen nach Ansicht des Klubs Erfolge vorenthalten worden seien.
Auch die Behandlung von Klubbesitzer Dimitris Giannakopoulos wird in der Erklärung scharf kritisiert. Dieser sei wegen seiner öffentlichen Kritik am Schiedsrichterwesen bestraft und persönlich angegriffen worden. Der Verein beklagt unter anderem hohe Geldstrafen und Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Hintergrund ist ein mutmaßlicher Wett- und Manipulationsskandal, der den griechischen Basketball seit Mittwoch erschüttert. Gegen Verbandspräsident Vangelis Liolios und fünf weitere Personen aus dem Umfeld des Verbandes und des Schiedsrichterwesens wurden Berichten zufolge Haftbefehle erlassen.
kon