vor 7 Stunden
Fast eine Million Euro Bargeld gefunden
Ein Wettskandal erschüttert den griechischen Basketball. Am Mittag wurde Verbandspräsident Vangelis Liolois verhaftet. Es geht um Spielmanipulation, Korruption und illegale Wetten.

Wie das griechische Portal ieidiseis.gr berichtet, wurden gegen sechs Funktionäre ein Haftbefehl ausgestellt. Drei davon wurden bereits verhaftet, darunter der Verbandspräsident Vangelis Liolois sowie auch der Schiedsrichter-Chef der Föderation. Dazu werden auch zwei Schiedsrichter (mit EuroLeague-Erfahrung), ein Ex-Schiedsrichter sowie ein ehemaliger Spieler gesucht.
Laut des Berichts wurden alle sechs bereits zu einem Verhör vorgeladen, erschienen dann aber nicht zum Termin, weswegen nun Haftbefehl erlassen wurde. Laut ProtoThema wurde bei einer Hausdurchsuchung bei einer der Schiedsrichter 820.000 Euro Bargeld gefunden. Woher das Geld kommt, ist bisher nicht klar.
Es wird vermutet, dass es um Spielmanipulation geht. Laut des Berichts sollen die vergangenen fünf Saisons betroffen sein, sowohl in der GBL als auch in den unteren Ligen. Liolios ist seit 2021 Präsident des Verbands, zuvor war er Eigentümer von Promitheas Patras.
Schon im Sommer wurde dem Präsidenten nachgewiesen, dass er weiterhin in Patras involviert gewesen sei, was im Zusammenhang mit seiner Verbandsarbeit nicht erlaubt gewesen wäre. Eine Strafe von 50.000 Euro war die Folge, Patras wurde zudem die Lizenz entzogen. Der Verein spielt allerdings weiterhin in der ersten Liga, zumindest so lange, bis die Entscheidung des Strafmaßes endgültig gefallen ist.
Auch der gesuchte Schiedsrichter Ilias Kormalis ist kein unbeschriebenes Blatt. Vor drei Jahren hatte der ukrainische Referee Mykola Ambrosov behauptet, dass ihm 10.000 Euro von Koromilas angeboten wurden, damit dieser im Finale des EuroCups 2021 zu Gunsten des russischen Klubs UNICS Kazan pfeifen solle. Die EuroLeague leitete eine Untersuchung ein, fand aber keine Beweise. Die Russen verloren beide Spiele knapp gegen die AS Monaco (87:89, 83:86).
Robert Arndt