13.09.2026
Medaille bei Heim-WM verpasst
Die Enttäuschung sitzt tief: Deutschland hat im Spiel um Platz drei die WM-Medaille verpasst und musste sich Spanien erneut mit 58:81 geschlagen geben. Alexandra Wilke sprach direkt nach der Partie mit basketball-world.news - und machte keinen Hehl daraus, wie weh die Niederlage tut. Gleichzeitig versuchte die 29-Jährige schon, den Blick nach vorne zu richten und den historischen Lauf der Heim-WM zu reflektieren.

"Gerade ist es schwierig. Es ist hart nach so einem Spiel", sagte Alexandra Wilke. Die 29-Jährige war mit dem klaren Ziel in die Partie gegangen, eine Medaille zu holen. "Es fühlt sich an, als ob man mit leeren Händen nach Hause geht. In ein paar Wochen ist das ein anderes Gefühl."
Auch wenn die Enttäuschung aktuell noch überwiegt, bemühte sie sich, das Erreichte bereits einzuordnen. "Ich glaube schon, dass es in ein paar Wochen ein großer Erfolg für uns ist. Da merkt man, was man eigentlich geschafft hat." Für Wilke war die Weltmeisterschaft schließlich eine Premiere. "Es war für uns alle die erste WM. Und dann schaffen wir es direkt ins Halbfinale."
Die Ursachen für die deutliche Niederlage zu erklären, fiel Wilke nicht leicht. Ob die enorme Belastung - Deutschland spielte siebenmal in 10 Tagen - dazu beigetragen habe? "Für die anderen Teams war es ähnlich. Also würde ich das jetzt nicht unbedingt sagen. Keine Ahnung, ich weiß nicht, woran das heute gelegen hat."
Für Wilke bleibt von der Heim-WM ohnehin mehr als das Ergebnis des letzten Spiels. Die ausverkaufte Uber Arena und das große Interesse habe das Team während des Turniers sehr wohl wahrgenommen. "Ich habe schon das Gefühl, dass das unserem Sport mehr Aufmerksamkeit gibt." Besonders die vielen Kinder auf den Rängen seien ihr im Gedächtnis geblieben: "Kids, die einfach da sind und froh sind, hier zu sein und ihre Vorbilder unten spielen sehen."
Und auch persönlich nimmt Wilke etwas Entscheidendes mit. "Dass wir oben mitspielen können", sagte sie. "Das sollten wir uns auch für die Zukunft auf jeden Fall merken."
Franziska Staupendahl