07.06.2025
Kidd spielte für die Knicks
Die New York Knicks sondieren intensiv den Markt für einen neuen Headcoach. Medienberichten zufolge haben sie dabei auch Jason Kidd von den Dallas Mavericks ins Visier genommen.

Wie Shams Charania von ESPN berichtet, zählt Jason Kidd zu den Kandidaten, die die New York Knicks im Zuge ihrer Trainersuche genauer unter die Lupe nehmen. Die Traditions-Franchise hatte sich kürzlich von Tom Thibodeau getrennt, nachdem man im Osten bis ins Conference-Finale vorgestoßen war. Kidd, aktuell Headcoach der Dallas Mavericks, steht dort jedoch noch bis 2026 unter Vertrag.
Einem Bericht von Marc Stein zufolge planen die Knicks in den kommenden Tagen offiziell eine Gesprächserlaubnis für Kidd bei den Mavericks zu beantragen. Ob Dallas bereit ist, dieser Anfrage nachzukommen, bleibt abzuwarten. ESPN-Reporter Tim MacMahon betonte ebenfalls, dass man ein mögliches Interesse Kidds am Knicks-Job nicht ausschließen sollte - auch wenn es keine konkreten Anzeichen für einen Wechselwunsch gibt: "Ich will nicht behaupten, dass Kidd unbedingt raus will. Aber es gab in der Vergangenheit wichtige Entscheidungen im Franchise, bei denen er nicht eingebunden war und wohl auch nicht unterstützt hat."
Eine Verpflichtung Kidds wäre für die Knicks über einen Trade realisierbar. New York verfügt allerdings nur noch über eingeschränkte Ressourcen, nachdem man im vergangenen Sommer fünf Erstrundenpicks im Tausch für Mikal Bridges abgegeben hatte. Verfügbar sind ein Top-8-geschützter Pick der Wizards (2026), mehrere Zweitrundenpicks und einige Swap-Rechte.
Kidd, der seine Spielerkarriere 2013 bei den Knicks beendete, coachte zuvor bereits die Nets und die Bucks. Seit 2021 ist er Headcoach der Mavericks, mit denen er 2024 die NBA Finals erreichte. Er war zudem einer der Top-Kanditen in 2020 für den Knicks-Job, bevor das Team sich für Thibodeau entschied. "Thibs" hinterlässt in New York einen positiven Eindruck, führte das Team zu zwei 50-Siege-Saisons in Folge - erstmals seit den 1990ern. Dennoch will man offenbar neue Impulse setzen. Jason Kidd gilt nun als einer der Favoriten.
sgm