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Ungewöhnliche Pause mitten in der Saison
Wer in der Nacht auf Mittwoch NBA-Basketball schauen möchte, wird enttäuscht. Die beste Basketballliga der Welt legt eine komplette Spielpause ein. Der Grund dafür liegt aber nicht auf dem Parkett, sondern in der US-Politik.

15 Spiele in der Nacht auf Dienstag, kein einziges am Mittwoch: Der Spielplan der NBA weist in dieser Woche eine ungewöhnliche Lücke auf. Obwohl die reguläre Saison erst vor rund zwei Wochen begonnen hat, bleiben in der Nacht auf Mittwoch (4. November) die Hallen geschlossen.
Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung der Liga. Am Dienstag, dem 3. November, finden in den USA die sogenannten Midterm Elections statt. Bei diesen Zwischenwahlen werden unter anderem sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Teil des Senats neu vergeben.
Neu ist die Maßnahme nicht. Schon 2022 hatte die NBA angekündigt, wegen der damaligen Zwischenwahlen zum ersten Mal bewusst auf einen kompletten Spieltag zu verzichten. Auch 2023 und bei der Präsidentschaftswahl 2024 blieb der Spielbetrieb am Wahltag ausgesetzt.
Die Liga will damit vor allem die Wahlbeteiligung fördern. Mannschaften sollen ihre Reichweite nutzen, um über Wahlmöglichkeiten und Fristen zu informieren. In der Vergangenheit stellten mehrere Franchises ihre Arenen sogar als Wahllokale oder Abgabestellen für Stimmzettel zur Verfügung.

Auch prominente NBA-Persönlichkeiten engagierten sich für entsprechende Initiativen. Unter anderem LeBron James, Stephen Curry und Gregg Popovich haben sich in den letzten Jahren öffentlich mit dem Thema Wahlen beschäftigt. Die Aktionen der Liga sind dabei ausdrücklich überparteilich angelegt.
Eine generelle Pause an jedem amerikanischen Wahltag gibt es aber nicht. Noch 2025 fanden am Election Day sechs NBA-Partien statt. Die Liga konzentriert ihre spielfreien Wahltage vor allem auf Jahre mit Präsidentschafts- und Kongresswahlen.
Dass die NBA den Spielbetrieb nicht einfach nur zufällig für einen Tag unterbricht, zeigt auch der Spielplan unmittelbar vor der Wahl. In der Nacht auf Dienstag (3. November) standen gleich 15 Partien an, alle 30 Franchises waren also im Einsatz.
Damit folgt die Liga demselben Muster wie schon 2022: Am Abend vor der Wahl sollen die Spiele zusätzliche Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden Urnengang lenken. Einen Tag später gehört die Bühne dann nicht dem Basketball. Lange müssen die Fans aber nicht warten. Schon am Mittwochabend amerikanischer Zeit, also in der Nacht auf Donnerstag (5. November) deutscher Zeit, wird die Saison mit 14 Spielen fortgesetzt.
Lukas Hetterich