24.04.2025
Kroate zählt die Mannschaft an
Real Madrid kassierte in Spiel 1 der EuroLeague-Playoffs eine deutliche Niederlage bei Olympiakos Piräus. Star-Forward Mario Hezonja fand im Nachgang klare Worte zum Zustand der Königlichen.

Mit 72:84 unterlag Real Madrid zum Playoff-Auftakt bei Olympiakos Piräus und führte im gesamten Spiel für gerade einmal 49 Sekunden. Gegen den Top-Seed war der spanische Meister nicht gewachsen und lag mit bis zu 21 Punkten hinten. Vom Rückenwind vom überzeugenden Play-In-Sieg gegen den FC Bayern München war nichts zu spüren und das ärgerte vor allem Mario Hezonja.
Der Kroate zählte mit 13 Punkten (6/14 FG) und fünf Rebounds noch zu den besseren Akteuren, für den Forward war das aber nur ein schwacher Trost: "Wir waren nicht bereit. Unser Start war scheiße, sowohl unser Einsatz als auch die Strategie", legte Hezonja den Finger in die Wunde und zeigte sich von der Vorstellung der Mannschaft wenig überrascht.
"Wir haben schon die ganze Saison über keine Identität und spielen ohne echten Plan. Das kann mal gutgehen, aber in den Playoffs reicht das nicht", so das Urteil. Die Königlichen beendeten im Vorjahr die Hauptrunde noch als Erster und scheiterten erst im Finale an Panathinaikos, doch die Abgänge von Guerschon Yabusele (Philadelphia) sowie den Vereins-Legenden Rudy Fernandez und Sergio Rodriguez (beide Karriereende) konnten nie kompensiert werden.
Entsprechend holprig verlief die Saison, erst durch eine starke Rückrunde schoben sich die Königlichen auf die Postseason-Plätze. Am Ende reichte es nur für das Play-In und Rang sieben, was die schlechteste Platzierung seit der Einführung der Ligaphase war. Laut Hezonja würden die Spieler wollen, doch an der Umsetzung scheitert es: "Wir versuchen viel und wollen nur das Beste, aber so gewinnen wir keine Spiele. Seit Tag eins fehlt uns eine Identität. Vielleicht klinge ich wie ein bisschen wie ein Arschloch, wenn ich das so sage, aber ich sage nun mal meine Meinung."
Womöglich ist ein Weckruf zur rechten Zeit, noch haben die Königlichen erst ein Spiel verloren und bekommen schon am Freitag eine zweite Chance auf einen Auswärtssieg in Piräus: "Wir haben viel Erfahrung und kennen diese Situationen. Wir wissen, was zu tun ist, aber dafür brauchen wir eine Identität."
Spiel 2 der Serie findet am Freitag um 20.30 Uhr erneut in Piräus statt, bevor es in der kommenden Woche in der spanischen Hauptstadt weitergeht.
rar