18.04.2025
Madrid zu abgezockt
Der FC Bayern München hat die Playoffs in der EuroLeague verpasst. Im entscheidenden Play-In-Spiel bei Real Madrid unterlag der deutsche Meister ohne seinen verletzten Topscorer deutlich mit 71:93 in der spanischen Hauptstadt und war über 40 Minuten chancenlos.

Die Saison in der EuroLeague ging für die Bayern in Madrid zu Ende. Die über die Saison oft enttäuschenden Königlichen machten eines ihrer besten Spiele und profitierten von einem furiosen Start, bei dem sieben verschiedene Spieler einen Dreier trafen. Überragender Mann der Madrilenen war Mario Hezonja (19 Punkte, 7/9 FG, 7 Rebounds), dazu gefielen Spielmacher Facundo Campazzo (12, 5 Assists), Dzanan Musa (16) und Center Walter Tavares (10).
Bei den Bayern machte sich der Ausfall von Carsen Edwards deutlich bemerkbar, offensiv kam viel zu wenig. Bester Münchner war Point Guard Shabazz Napier (19, 6/11), dazu punkteten auch Andreas Obst (12, 4/9 3P) Devin Booker (10) zweistellig.
Im Vergleich zur Niederlage gegen Paris begannen die Königlichen konzentriert, nach 3:30 Minuten führten die Gastgeber bereits mit 12:3 und zwangen die Bayern zur ersten Auszeit. Die Offense der Gäste wurde zwar etwas besser, vor allem dank Napier, doch Real traf fast alle Dreier (7/8 3P im ersten Viertel) und selbst Sorgenkinder wie Musa (schon 7 Punkte) gelang plötzlich wieder alles. So stand es bereits 33:17 nach zehn Minuten.

Es konnte so nicht weitergehen und das tat es auch nicht. Madrid verlegte plötzlich am Korb fast alles, doch die Bayern konnten nur bedingt davon profitieren. Nach einem Dreier von Booker waren es mal wieder nur noch zehn Zähler (36:26). Die Madrilenen waren komplett ohne Rhythmus, selbst ihren besten Lineups gelang nicht mehr viel - bis kurz vor der Pause. Dann lief Hezonja noch einmal heiß und stellte auf 52:33.
rar
Nach der Pause scorten die Münchner endlich besser, doch das galt auch für Real, sodass der Vorsprung langsam immer weiter anwuchs. Real begann durch Campazzo sogar an, ein wenig zu zaubern und war sich Mitte des dritten Viertels schon recht sicher, dass man dieses Spiel nicht mehr verlieren würde. Mal waren es wieder nur 16 Zähler Rückstand, dann wieder 21. Letztlich hatte man nie das Gefühl, dass Bayern zurückkommen könnte und das taten sie auch nicht.
Für die Bayern endet somit eine gute EuroLeague-Saison, die letztlich nicht mit dem Einzug in die Playoffs belohnt wurde. Stattdessen richtet sich der Fokus nun auf die Bundesliga, wo man derzeit von der Tabellenspitze grüßt. Am Sonntag sind die Münchner bei den Veolia Towers Hamburg zu Gast (ab 15 Uhr live bei Dyn). Real Madrid trifft im Viertelfinale der EuroLeague nun auf den Sieger der Hauptrunde, Olympiakos Piräus.