vor 2 Stunden
Nach Tod von Pionier Jason Collins
Der Tod des langjährigen NBA-Spielers Jason Collins hat die NBA erschüttert. Verloren geht dem Basketball damit nicht nur ein verdienter Sportler, sondern auch ein Vorreiter im Kampf um die Akzeptanz von Homosexualität im Sport. Unterstützung kommt von TV-Experte Charles Barkley.

Barkley, der Collins in seiner aktiven Zeit knapp verpasste, monierte in der Sendung "Inside the NBA" den noch immer fehlenden gesellschaftlichen Fortschritt hinsichtlich der Akzeptanz homosexueller Sportler: "Jeder, der denkt, es gäbe nicht auch einige schwule Spieler in allen Sportarten, ist einfach dumm", machte er deutlich.
Collins hatte seine Homosexualität 2013 in einem offenen Brief bekanntgegeben und war damit der erste Mann in den vier großen Sportligen der USA. Bis heute ist in der NBA kein weiteres Outing dazugekommen.
"Wenn es jemand machen würde, wäre das immer noch ein ziemlich großes Ding", führte Barkley weiter aus, "weil wir in einer homophoben Gesellschaft leben - und das ist bedauerlich."
Widerspruch kam in der Debatte von Co-Experte Kenny Smith: "Was ist daran eine große Sache? Vor 13 Jahren war das so. Aber der Grund, wieso das heute nicht mehr so ist, sind Personen wie [Collins]."
Collins spielte von 2001 bis 2014 in der NBA und absolvierte dort 735 Spiele. Die überwiegende Zeit verbrachte er bei den New Jersey respektive später Brooklyn Nets (insgesamt neun Jahre).
jos