05.09.2025
Scariolos zweite Amtszeit endet mit Vorrunden-Aus
Nach dem Vorrunden-Aus bei der EuroBasket 2025 blickt die spanische Basketball-Nationalmannschaft mit gemischten Gefühlen zurück. Verbandspräsidentin Elisa Aguilar sprach von einem Neuanfang, scheidender Trainer Sergio Scariolo und Kapitän Willy Hernangómez betonten den Stolz auf das Team.

Das Aus nach der 86:90-Niederlage gegen Griechenland markiert für Spanien nicht nur das Ende der Titelverteidigung, sondern auch das Ende der Ära von Trainer Sergio Scariolo. Für den 64-Jährigen ist es bereits der zweite Abschied: Schon 2012 hatte er sein Amt niedergelegt, ehe er 2015 zurückkehrte. Unter seiner Leitung feierte Spanien große Erfolge - darunter der Weltmeistertitel 2019 in China und vier Europameistertitel, zuletzt 2022 in Deutschland.
Trotz des überraschend frühen Aus bleibt Spanien positiv gestimmt. Elisa Aguilar, Präsidentin des spanischen Verbandes, stellte nach dem Griechenland-Spiel klar: "Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Weges. Heute fahren wir nach Hause, aber wir haben eine glänzende Zukunft." Sie sprach von einer "zerstörten Mannschaft", die aber in jedem Spiel alles gegeben habe. "Gegen Italien, gegen Griechenland - wir haben bis zum Ende gekämpft."
Scariolo selbst verabschiedete sich mit emotionalen Worten. "Niemand träumt davon, sein letztes Spiel zu verlieren, ich hätte es gerne gewonnen. Aber ich könnte nicht stolzer auf den Einsatz meiner Spieler sein. Die Zukunft ist vielversprechend. Jemand anderes wird dieses Team übernehmen, aber ich habe meinen Spielern geraten, zusammenzubleiben und das Trikot weiter zu lieben. Ich werde der größte Fan sein."
Auch Willy Hernangomez fand klare Worte: "Das ist nicht der Abschluss, den wir wollten - für uns, für Sergio. Aber ich bin sehr stolz auf meine Mitspieler und das gesamte Trainerteam. Wir müssen das als Lernerfahrung nehmen. Unsere Zukunft ist vielversprechend, wir haben wirklich talentierte junge Spieler. Es ist ein Prozess, wir haben noch viel zu verbessern."

Aguilar betonte zudem, dass mit Rücktritten von Routiniers wie Rudy Fernandez und Sergio Llull längst ein Umbruch eingeleitet sei. "Wir sind in einem Prozess neuer Rollen und neuer Spieler. Die Fehler, die wir in diesen Tagen gemacht haben, werden wir 2029 sicher nicht mehr machen." Ein neuer Trainer soll bald benannt werden: "Wir nehmen uns die Zeit, die es braucht, denn die Entscheidung ist wichtig."
sgm