vor 4 Stunden
Orlando scheiterte erneut in Playoff-Runde 1
Die Orlando Magic reagierten auf das bittere Playoff-Aus mit einem Trainerwechsel, nicht aber mit einem Kader-Umbruch. Präsident Jeff Weltman sieht genug Potenzial im Team, vor allem Verletzungen hätten die Serie gegen Detroit entscheidend beeinflusst.

Nach dem bitteren Erstrunden-Aus gegen die Detroit Pistons in 7 Spielen haben die Orlando Magic erste Konsequenzen gezogen. Einen Tag nach dem verspielten 3-1-Vorsprung wurde Headcoach Jamahl Mosley nach fünf Jahren entlassen. Für Präsident Jeff Weltman war dieser Schritt notwendig: "Es fühlt sich einfach so an, als wäre es Zeit für eine neue Perspektive."
Trotz des bitteren Endes der Saison will Orlando den Kader wohl aber nicht grundlegend verändern. "Ich sehe keinen Grund, dieses Team auseinanderzunehmen, nur wegen der Art und Weise, wie die Serie geendet ist", betonte Weltman.
Besonders die Umstände der Niederlage spielen dabei eine große Rolle. Ein wichtiger Faktor war die Verletzung von Franz Wagner. Der deutsche Forward zog sich in Spiel 4 eine Wadenverletzung zu und fehlte anschließend. Die Magic verloren daraufhin drei Spiele in Folge. "Das war ein Schlag in die Magengrube", sagte Weltman. "Wir waren 3-1 vorne, dann verletzt sich Franz, das hat die Serie verändert." Insgesamt kam Wagner in der Saison nur auf 34 Spiele.
Trotz aller Rückschläge sieht das Front Office klare positive Ansätze. "Wenn wir gesund waren, gehörten wir zu den besten Teams. Top 5 defensiv, Top 10 offensiv."
Diese Phasen hätten gezeigt, welches Niveau der aktuelle Kader erreichen kann. Besonders gegen Detroit habe man gesehen, dass Orlando selbst mit dem Top-Seed mithalten kann.

Der Kader soll also weitgehend bestehen bleiben. Damit liegt der Fokus nun auf der Trainersuche. Weltman ließ dabei bewusst offen, welche Art von Coach gesucht wird: "Wir suchen keine bestimmte Eigenschaft. Es geht darum, jemanden zu finden, der versteht, wo wir stehen und uns weiterbringt." Nach drei Playoff-Teilnahmen in Folge ohne Sieg in der ersten Runde soll nun der nächste Entwicklungsschritt folgen.
kon