vor 10 Stunden
Spurs wollen wieder in die Finals
Die San Antonio Spurs gehören in der kommenden NBA-Saison zum Kreis der Favoriten auf den Titel. Auf dem Weg zum großen Ziel greifen sie auf eine altbewährte Methode zurück.

Die San Antonio Spurs um Superstar Victor Wembanyama wollen in der neuen NBA-Saison wieder angreifen. Was nach der Finals-Niederlage gegen die New York Knicks zwangsläufig logisch klingt, äußert die Franchise jedoch kaum öffentlich. Dennoch sehen Fans und Experten die Spurs gewiss in der Rolle als einer der großen Kandidaten auf den Titel der neuen NBA-Saison.
Beim Media Day Anfang September sagte Wembanyama bezogen auf die Finals-Niederlage, er könne sich "keine bessere Motivation vorstellen". Damit war er auch der einzige Spieler der Texaner, welcher direkt über die Erwartungshaltung für die kommende Saison sprach. Man habe als Team untereinander einige Ziele ausgemacht, so Wemby weiter. "Wir haben letztes Jahr den Westen gewonnen. Dieses Jahr wollen wir nichts weniger als das".
Um dieses Ziel zu erreichen, greift man auf eine innerhalb der Franchise erprobte und altbewährte Methode zurück. Demnach werde man sich auch in diesem Jahr auf individuelle Verbesserungen setzen und ausschließlich von Tag zu Tag denken. Die Methode geht zurück auf den langjährigen Erfolgscoach der Spurs, Gregg Popovich. Während dessen letzter Saison als Headcoach - es war Wembanyamas zweite in der Liga - ordnete der Hall-of-Fame-Coach die Methode etwas genauer ein. "Selbst in den Jahren, als wir um Titel mitgespielt haben, sagten wir nie, wie viele Spiele wir gewinnen müssen. Das war nie Teil der Diskussion".
In genau diese Kerbe schlägt auch der aktuelle Spurs-Coach, Mitch Johnson: "Unsere Erwartung ist es, weiterhin zu versuchen sich zu verbessern und die beste Version unseres Teams zu sein". Die Erwartungshaltung von außen verglich er mit wichtigen Spielen. Es gäbe "zusätzlichen Enthusiasmus, Aufregung, Kritik und Meinungen".
Teil einer möglichst erfolgreichen, neuen Saison ist dabei auch die Guard-Rotation aus Stephon Castle, De'Aaron Fox und Dylan Harper. Während das Trio während der regulären Saison in allen Konstellationen zu zweit ein positives Net-Rating hatte, funktionierte das Zusammenspiel in den Finals kaum noch. Nun soll unter anderem Assistenz-Trainer Billy Donovan dabei helfen, die Stärken der drei Guards zu maximieren. "Es war großartig", sagte Fox mit Blick darauf, dass Donovan es bereits in seiner Zeit bei den Oklahoma City Thunder schaffte, eine Drei-Guard-Lineup bestehend aus Shai Gilgeous-Alexander, Dennis Schröder und Chris Paul zu etablieren.
Neben neuen Gesichter wie dem Veteranen Tobias Harris, der in der Offseason nach San Antonio wechselte, kann man jedoch auf einen vertrauten Kader setzen. In Harrison Barnes sagte ein weiterer Veteran des Teams: "Es gibt etwas wie gemeinsame Nackenschläge, die deine Sinne schärfen".
jsc