vor 2 Stunden
Vorwürfe von Lakers-Eigentümerin Buss
Die NBA-Saison befindet sich inmitten des Sommerlochs. Rund um die Los Angeles Lakers kehrt aber dennoch keine Ruhe ein. Nach den Vorwürfen von Jeanie Buss wegen fehlerhafter Berichterstattung gegen ESPN-Chefreporter Shams Charania hat sich dieser nun gewehrt.

Hintergrund ist ein Bericht Charanias aus der vergangenen Woche, in dem der ESPN-Journalist behauptet hatte, die sechs Geschwister der Buss-Familie hätten mehrheitlich für einen Verkauf der Anteile ihrer Familienstiftung an den Los Angeles Lakers votiert. Die Kinder des inzwischen verstorbenen früheren Lakers-Besitzers Jerry Buss besitzen noch 17,8 Prozent am Traditionsfranchise aus Südkalifornien, gelten aber als tief zerstritten.
Charanias Bericht konterte Jeanie Buss, die wohl die einzige Buss-Vertreterin war, die für einen Erhalt der Anteile plädierte, mit einem Anwaltsschreiben. Darin wurde der Wahrheitsgehalt des ESPN-Artikels in Zweifel gezogen und der Sportsender zu einer Klarstellung aufgefordert. Der Vorwurf: Nicht "alle" Buss-Geschwister hätten für einen Verkauf gestimmt.
Zu Gast in der "Pat McAfee Show" wehrte sich Charania nun gegen diese Darstellung: "Ich möchte klarstellen, dass ich voll und ganz hinter meiner Berichterstattung stehe. Worüber ich berichtet habe, war die Mehrheitsentscheidung [die Lakers-Anteile zu verkaufen, Anm. d. Red]. Die erste Zeile des Anwaltsschreibens besagte, dass ich fälschlicherweise berichtet hätte, dass alle sechs Geschwister für den Verkauf votiert hätten. Das ist inakkurat." Zugleich merkte er an: "Ich finde es interessant, dass sie mich in dem Schreiben persönlich erwähnen."
Jeanie Buss, die derzeit noch geschäftsführende Miteigentümerin des Franchise ist, kämpft indes weiterhin darum, den Verkauf der Familienanteile zu stoppen. Laut ihrem Anwalt habe ein Gericht bereits 2017 festgestellt, dass dieser Schritt nicht rechtens wäre. Alles läuft offenbar auf ein weiteres Gerichtsverfahren zwischen den Buss-Nachkommen hinaus.
jos