vor 11 Stunden
Lee über die Summer League der Deutschen
Hannes Steinbach und Christian Anderson Jr. haben ihre erste Summer League für Charlotte absolviert. Hornets-Coach Charles Lee erklärte nun in einem Interview, was ihn an den deutschen Rookies so sehr beeindruckt hat.

Vor allem Steinbach konnte mit durchschnittlich 15 Punkten und neun Rebounds die Summer League nutzen, nach kleineren Startschwierigkeiten verbuchte der Würzburger erneut Double-Doubles am Fließband.
Coach Charles Lee hob aber zunächst dessen Defense hervor. "Er ist lang und schlau", sagte Lee dem Charlotte Observer. "Er hat mehr Jumper und Würfe am Ring geblockt, als ich das erwartet habe. Er ist länger und athletischer als viele meinen und offensiv ist er so variabel, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, besser zu werden."
Der Coach hob Steinbachs Passspiel und die Übersicht hervor, dazu überzeuge der 20-Jährige mit seinem Gefühl in Korbnähe. "Er kann aber auch zum Korb ziehen und hat eine so gute Körperbeherrschung, dass er Eurosteps machen kann. In dieser Hinsicht ist sein Spiel schon sehr reif und ich weiß, dass er weiter daran arbeiten wird."
Mehr Schwierigkeiten hatte dagegen Anderson Jr., dessen Wurf nicht fallen wollte und der offensichtlich Probleme hatte, seine Gegenspieler im Eins-gegen-Eins zu schlagen. Aber auch hier sah Lee zunächst das Positive in der Verteidigung. "Ich bin von seiner Defense beeindruckt. Er reibt sich da wirklich auf und hat keine Angst, wenn Blöcke gestellt werden. Er arbeitet auch immer mit seinen Händen und gibt alles, damit seine Gegenspieler nicht in den Post gegen ihn gehen."
Wegen der schlechten Wurfquoten macht sich Lee derweil keine Sorgen. "Er ist einer der besten Schützen im Draft und er wird sich schon bald an unseren Stil gewöhnen. Das wird Spiel für Spiel besser werden und sein Passspiel fand ich schon jetzt sehr beeindruckend."

In den ersten Partien wurde Anderson jedoch kaum als Spielmacher eingesetzt, erst in den letzten beiden Spielen konnte der Nationalspieler seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, als er gegen die Bucks und Kings zehn bzw. acht Assists verbuchte. Allerdings traf der Guard über die fünf Spiele nur 31,5 Prozent aus dem Feld sowie 21,2 Prozent von der Dreierlinie.
Dennoch blickt Lee positiv auf seine Neuen, auch wenn noch nicht klar ist, welche Rollen die beiden einnehmen werden. "Es ging mir nicht nur um die Summer League, alles ist wichtig und ich finde, dass unser Front Office mit den beiden exzellente Arbeit gemacht hat."
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