16.04.2025
Konfrontation nach Schlusspfiff
Nach dem Overtime-Sieg gegen Roter Stern Belgrad war Erleichterung und Freude bei den Bayern groß. Direkt nach Abpfiff kam es allerdings noch zu einer unschönen Szene: FCBB-Trainer Gordon Herbert Belgrads Kalinic gerieten verbal aneinander und mussten von getrennt werden.

Das Spiel war gerade abgepfiffen, Spieler, Trainer und Staff reichten sich pflichtbewusst noch einmal die Hände. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben. Beim Abklatschen kam es zwischen Herbert und einigen Spielern der Gäste zu einem angeregten Wortwechsel. Besonders mit Kalinic schien sich der Kanadier nicht einig zu sein. Selbst nachdem sich die beiden Streithähne in unterschiedliche Richtungen bewegten, schrien sie sich über das Feld hinweg zu.
Später auf die Szene angesprochen reagierte der Weltmeister-Trainer lediglich mit Sarkasmus: "Wir haben nur über die Hockey-Ergebnisse der letzten Nacht gesprochen", grinste er. "Ich war ein bisschen enttäuscht, dass meine Mannschaft verloren hatte. Wir haben darüber gesprochen, dass ja nun die Hockey-Playoffs angefangen haben."
Mit dem Sieg eliminierten die Bayern Roter Stern Belgrad aus der Postseason und haben am Freitag gegen Real Madrid die Chance, ins Playoff-Viertelfinale einzuziehen. Dabei war der Sieg ein hartes Stück Arbeit. Noch zur Halbzeit hatten die Bayern mit sieben Punkten zurückgelegen. "Wir hatten dann ein wirklich gutes drittes Viertel", erkannte Herbert an. "Unsere Starter mit einer Menge Energie aufs Feld zurückgekehrt. Wir haben einige defensive Stops bekommen und einen Run hingelegt."
Die Münchner gewannen das dritte Viertel mit 32:15 und gingen mit einem Vorsprung von zehn Punkten ins Schlussviertel. Trotz dessen, dass es seine Mannschaft nochmal spannend machte, zeigte sich Herbert stolz auf seine Mannschaft. "Wir haben mit zehn Punkten geführt und dann mit vier zurückgelegen. Wir sind trotzdem im Spiel geblieben und haben uns niemals aufgegeben."
Lob hatte Herbert auch für den jungen Guard Ivan Kharchenkov übrig, der in der ersten Halbzeit elf Punkte beisteuerte und Bayern in einer Schwächephase auf Augenhöhe mit Belgrad bewahrte. "Es war unser fünftes Spiel in neun oder zehn Tagen. Also mussten wir unsere Rotation umbauen. Ivan hat uns in der ersten Hälfte wirklich ein paar großartige Minuten geschenkt."
jos