29.05.2025
Perkins hat sich bereits entschuldigt
In der Debatte um das nächste Gesicht der NBA hat Kendrick Perkins für Aufsehen gesorgt - allerdings nicht mit Analysen zur Spielweise von Anthony Edwards, sondern mit einem fragwürdigen Kriterium. Eine Aussage, die für scharfe Kritik sorgt - und schließlich zu einer öffentlichen Entschuldigung führte.

In der ESPN-Sendung First Take erklärte der frühere NBA-Profi und heutige ESPN-Experte, Edwards könne nicht das "Gesicht der Liga" sein - weil er nicht verheiratet sei.
"Wenn du das Gesicht der Liga bist, musst du bestimmte Boxen abhaken. Du brauchst einen Signature-Schuh, Werbung, das Spiel - aber auch: Du musst ein Vorbild sein. Und Dinge außerhalb des Courts zählen. Alle früheren Gesichter der Liga waren verheiratet, mit Kindern. Das spielt eine Rolle", so Perkins. Selbst First Take-Kollege Stephen A. Smith unterbrach ihn daraufhin und versuchte, das Gespräch in andere Bahnen zu lenken.
In der laufenden Debatte um den nächsten Superstar der NBA nach LeBron James und Stephen Curry fällt Edwards’ Name regelmäßig - spätestens seit dem Einzug in die Conference Finals zum zweiten Mal in Folge. Doch statt über spielerische Entwicklung oder Führungsqualität zu sprechen, rückte Perkins Edwards’ Privatleben in den Mittelpunkt. Kritik folgte prompt - nicht nur in sozialen Medien, sondern auch von Kolleg:innen aus der NBA-Berichterstattung.
Trotz seiner Aussage stellte Perkins klar, dass er Edwards’ Leistungen schätzt: "Ich will Edwards nicht schlechtreden. Ich liebe sein Spiel. Aber es geht auch um das Gesamtpaket."
Edwards selbst hat sich zur aktuellen Debatte nicht geäußert. Bereits im Februar hatte er jedoch betont, dass er sich mit dem "Gesicht-der-Liga"-Narrativ nicht wohlfühle und lieber mit Leistung als mit Image punkten wolle.
Perkins veröffentlichte später auf X eine öffentliche Entschuldigung:
"Anthony Edwards ist einer meiner Lieblingsspieler in der Liga. Ich habe mich privat bei ihm entschuldigt - und tue das hier auch öffentlich. Mein Fehler, junger König."
sgm