29.05.2025
Barkley kritisiert ESPN
Anthony Edwards wird von vielen als kommender Top-Superstar der Liga gehandelt - doch Charles Barkley sieht das anders. Der Hall of Famer erklärt, warum andere Spieler aktuell mehr für die Rolle des NBA-Aushängeschilds taugen.

Edwards hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der aufregendsten Spieler der NBA entwickelt - doch für Charles Barkley ist der Timberwolves-Star noch nicht bereit, als "Gesicht der Liga" zu gelten. In einer TV-Sendung kritisierte Barkley insbesondere die Berichterstattung von ESPN, die Edwards nach starken Leistungen früh in diese Rolle gedrängt habe.
"Das muss man sich verdienen", so Barkley. Stattdessen nennt er Shai Gilgeous-Alexander, Nikola Jokic und Giannis Antetokounmpo als Spieler, die durch konstante Klasse und Führungsqualität den Status aktuell deutlich eher verdienen würden. Edwards’ schwache Vorstellung in den Western Conference Finals gegen Oklahoma City unterstreiche für ihn die fehlende Reife für eine solche Rolle.
Schon früher in der Saison hatte Barkley Edwards einen Rückschritt attestiert - vor allem aufgrund zu vieler Distanzwürfe und mangelnder Aggressivität zum Korb. Edwards reagierte damals gelassen, gab aber zu, dass ein Teil der Kritik berechtigt sei.
Für zusätzlichen Diskussionsstoff sorgte ESPN-Analyst Kendrick Perkins, der in einer umstrittenen Aussage behauptete, Edwards könne allein deshalb nicht das Gesicht der Liga sein, weil er nicht verheiratet sei - eine Bemerkung, die von vielen als antiquiert und überflüssig kritisiert wurde.
Edwards selbst äußerte sich im Rahmen des All-Star Weekends zurückhaltend zur Thematik. Er wolle sich auf sein Spiel konzentrieren und sehe sich nicht als Hauptrepräsentant der NBA. Diese Haltung fand auch Unterstützung von LeBron James, der auf den enormen Druck verwies, den eine solche Rolle mit sich bringe.
Sportlich bleibt Edwards jedoch auf Kurs: In der regulären Saison 2024/25 führte er die Liga in getroffenen Dreiern an und ist ein zentraler Bestandteil des Timberwolves-Erfolgs. Dennoch: Mit einer 1:4-Niederlage gegen OKC in den Conference Finals nehmen die Zweifel an seiner Führungsrolle erneut Fahrt auf.
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sgm