18.01.2026
MBC verliert weiter
Die Towers Hamburg haben mit dem Sieg gegen Ulm gleich zwei Negativserien beendet: Es war der erste Heimsieg seit April 2025. Zugleich feierte man den ersten Sieg der Vereinsgeschichte gegen die Donauschwaben. Indes siegte Jena im Kellerduell und der Abwärtstrend des MBC geht weiter.

Es kommt Bewegung in den Abstiegskampf! Im 13. Anlauf haben die Towers erstmals gegen ratiopharm Ulm gewonnen. Point Guard Williams avancierte dabei zum Matchwinner. Bereits in der ersten Hälfte hatte er die Hanseaten mit drei Dreiern binnen weniger Minuten in Führung gebracht. Zwischenzeitlich war Hamburg auf +15 Punkte davongezogen.
Aus den Kabinen kamen allerdings die Gäste mit mehr Energie. Ein 16:3-Lauf später und Ulm war wieder auf vier Punkte dran. Zwei Dreier von Anicbata (19 PTS, 6/9, 4 REB) wendeten das Blatt im Schlussviertel sogar zugunsten der Donauschwaben. Doch das Sorgenkind der laufenden Bundesliga-Saison gab sich nicht auf.
Mit 23 Sekunden auf der Uhr verwandelte Topscorer Williams (23, 6/10) einen sträflich offenen Dreier zum Sieg (84:82). Die mögliche Antwort von Ledlum geriet kurz, womit die Towers ihren ersten Heimsieg seit April 2025 feiern dürfen.

Das Kellerduell am 16. Spieltag geht an die Basketballer aus Jena. Der Aufsteiger führte in Braunschweig nahezu über die gesamte Spielzeit, verpasste es allerdings, sich vorzeitig abzusetzen. Das lag auch daran, dass sich Science City primär auf das Scoring in der Zone konzentrierte. In der gesamten ersten Hälfte hatte die Harmsen-Truppe keinen einzigen Dreier verwandelt.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das. Infolge erfolgreicher Distanzwürfe von Bank und Iroegbu waren die Thüringer auf +10 enteilt. Erst im Schlussviertel gelang es Braunschweig Momentum aufzubauen. Nur zweieinhalb Minuten nach Beginn des finalen Durchgangs stellte der starke N'Guessan (17, 7/9) in der Zone auf -5 - und reaktivierte damit auch die Halle.
Es folgte ein bedeutender Ballbesitz nach dem anderen. 30 Sekunden vor Schluss verkürzte Sherfield (22 PTS, 6 AST) aus dem Dribbling gar auf drei Punkte. Die Entscheidung führte letztlich allerdings Jenas Braxton (13 PTS, 5/15) herbei, der einen schwierigen Hook Shot zum Sieg verwandelte.
Nach einem überragenden Saisonstart mit sieben Siegen aus den ersten neun Spielen hat sich der MBC in eine handfeste Krise manövriert. Gegen die Rostock Seawolves verloren die Weißenfelser bereits ihr sechstes Spiel in Folge, womit man auch den Anschluss auf die Top 10 vorerst verloren hat.
An der Ostsee rannte das Team aus Sachsen-Anhalt fast durchgehend einem Rückstand hinterher, wobei man immer mal wieder die Chance hatte, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen. Drei Minuten vor der Halbzeitpause etwa, als Planicic aus der Mitteldistanz den Ausgleich herstellte (31:31), das Team daraufhin aber knapp drei Minuten ohne Zähler blieb.
Im Schlussdurchgang brachte Spencer Reaves die Gäste mittels zwei Freiwürfen sogar erstmals in Führung. Es waren zwei von insgesamt 24 Schüssen von der Linie - ein klares Plus gegenüber den lediglich sechs auf Rostocker Seite. Die Antwort ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten: Im direkten Gegenangriff brachte Crockett Jr. (13, 6/11) die Seawolves aus der Distanz erneut in Front. Bei Rückstand von drei Punkten hatte Weißenfels im letzten Angriff gar die Chance zum Ausgleich und der Verlängerung. Ein Fehlpass von Marcus Foster besiegelte allerdings deren Schicksal.
Bester Werfer der Rostocker war D'Shawn Schwartz mit 21 Punkten (8/14) und acht Vorlagen. Auf Gästeseite erzielte Charles Callison überragende 32 Zähler (12/23).
Julius Ostendorf