15.04.2026
Heat-Coach hadert nach Play-In-Aus
Nach dem dramatischen Play-In-Aus der Miami Heat steht nicht nur das Spiel selbst im Fokus. Eine Szene aus dem zweiten Viertel sorgt für heftige Diskussionen - und für deutliche Worte von Erik Spoelstra.

Auslöser war eine Aktion von LaMelo Ball beim Rebound, als er Bam Adebayo am Fuß traf und der Heat-Center hart zu Boden ging. Adebayo verletzte sich dabei am unteren Rücken und konnte die Partie nicht fortsetzen. Der Big Man hatte bis zu seinem Aus nur kurz gespielt, dabei aber alle drei Würfe getroffen und sechs Punkte erzielt.
Spoelstra machte nach dem Spiel keinen Hehl aus seinem Ärger. "Ich denke nicht, dass das süß ist. Ich denke nicht, dass das lustig ist. Das war ein dummer Move. Das war ein gefährlicher Move", sagte der Heat-Coach. Noch deutlicher wurde er mit Blick auf die Konsequenzen: Ball hätte seiner Meinung nach für die Aktion aus dem Spiel genommen werden müssen.
Die Schiedsrichter griffen jedoch nicht ein. Crew Chief Zach Zarba erklärte später, dass die Szene nicht mehr überprüft werden konnte, weil sie nicht in Echtzeit gepfiffen worden war und das Spiel zunächst weiterlief. Laut Regelwerk sei das Fenster für einen Review damit geschlossen gewesen. Genau das sorgte bei Miami für zusätzlichen Frust, auch weil die Szene direkt zum Ausfall ihres besten Spielers führte.
Ball selbst entschuldigte sich nach der Partie gleich mehrfach. "Ich entschuldige mich dafür", sagte der Hornets-Guard und erklärte, er sei bei der Aktion selbst am Kopf getroffen worden und habe "nicht wirklich gewusst, wo er war". Spoelstra betonte zwar auch, dass die Heat trotz Adebayos Aus genügend Chancen auf den Sieg gehabt hätten und zollte den Hornets Respekt. Dennoch blieb sein Fazit eindeutig: "So etwas gehört nicht ins Spiel."
sgm