vor 12 Stunden
Franzose von Unerbittlichkeit der Knicks "überrascht"
Auch das fünfte Spiel der Finalserie zwischen New York und San Antonio wurde wieder durch eine geringe Punktedifferenz entschieden. Auch im fünften Duell verspielten die Spurs einen deutlichen zweistelligen Vorsprung. Starspieler Victor Wembanyama übte im Anschluss scharfe Selbstkritik.

In Spiel 4 war den Knicks nach 29 Punkten Rückstand bereits das größte Comeback der Finals-Geschichte gelungen. Und auch in Spiel 5 lag der nun erklärte NBA-Champion wieder deutlich zweistellig zurück. Im zweiten Viertel waren die Spurs auf bis zu 16 Punkte enteilt, ehe sie das Spiel im Schlussviertel erneut aus den Händen schenkten.
"Es ist extrem schmerzhaft", sagte Victor Wembanyama im Nachgang der Partie. "Aber ich werde mich dem nicht verschließen. Ich werde diesen Schmerz nutzen, mich weiter anzutreiben." Dabei wolle er es Größen der NBA-Geschichte wie Michael Jordan oder LeBron James gleichtun, die ebenfalls viele Jahre bis zu ihrem ersten Titel gebraucht hatten. "Sie waren niemals mit Niederlagen zufrieden. Dasselbe gilt für mich. Das ist die wichtigste Lektion meines Lebens."
Aber nicht nur aus emotionaler, sondern auch aus sportlicher Sicht könne und müsse seine Mannschaft einiges aus diesem Playoff-Run mitnehmen. "Eine Sache, die ich gelernt habe, ist, dass die Fehlermarge nur sehr, sehr klein ist. Wir haben den Großteil dieser Serie absolut dominiert", erinnerte er daran, dass sein Team in vielen Spielen über weite Strecken in Führung lag, es dann aber verpasste, diese über die Ziellinie zu bringen.
"Aber unsere Fehler wurden hart bestraft. Man kann sich so viel Hoch und Runter einfach nicht erlauben. Das ist der Grund, wieso wir verloren haben."
Erstaunt zeigte sich der 22-Jährige davon, wie ähnlich der Verlauf vieler Spiele gewesen sei: "Ich bin überrascht, dass jedes Spiel dasselbe Szenario hatte", sagte er hinsichtlich der so oft verspielten Vorsprünge seiner Mannschaft. "Und wie unerbittlich sie darin waren, unsere Fehler zu bestrafen."
Genervt sei er nun vor allem deshalb, weil er nun so lange warten müsse, bis sich dieselbe Chance auf seine erste Meisterschaft erneut auftut. "Was mich wütend macht, ist, dass wir wahrscheinlich erst in 100 Spielen wieder hier stehen können. Ich muss jetzt einfach zurückstecken, abwarten und 100 Spiele lang meine Leistung bringen."
jos