11.02.2026
Rechtsstreit zwischen zweimaligen MVP und MBC
Der Streit zwischen John Bryant und dem Syntainics MBC hat nun eine erste juristische Entscheidung hervorgebracht. Vor dem Arbeitsgericht Halle ging es dabei um eine zentrale Frage.

Im Verfahren zwischen John Bryant und der Mitteldeutschen Basketball Marketing GmbH hat das Arbeitsgericht Halle entschieden, dass der Syntainics MBC dem Spieler die Transferfreigabe zu erteilen hat. Das teilte Rechtsanwalt Herrlin Markja von der Kanzlei Gabler Lang Lickleder Sturm mit, die Bryant in der Angelegenheit vertritt. Die Freigabe musste demnach im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes erstritten werden.
Nach Darstellung der Spielerseite sei die Zustimmung zu einem Wechsel zuvor verweigert worden. Eine Einigung habe der Verein demnach nur unter Bedingungen in Aussicht gestellt, die an eine Verständigung im laufenden Kündigungsschutzverfahren geknüpft gewesen seien. Der MBC wiederum soll keine Abfindung zahlen wollen. Ob die ausgesprochene Kündigung rechtlich wirksam ist, ist weiterhin offen.
Wichtig: Gegenstand der heutigen Entscheidung war ausschließlich die Transferfreigabe im Eilverfahren. Über die Wirksamkeit der Kündigung wird in einem separaten Verfahren noch verhandelt.
Bryant war vor einigen Wochen vom Syntainics MBC mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt worden. Sportdirektor Silvano Poropat sprach damals von einer schwierigen, am Ende aber "unausweichlichen" Entscheidung.
Nach Informationen unserer Redaktion wird Bryant in die ProA wechseln und sich dort einem Aufstiegskandidaten anschließen. Eine offizielle Bestätigung des neuen Klubs steht bislang noch aus.
Der Deutsch-Amerikaner spielte seit Januar 2022 für die Weißenfelser und gewann in der vergangenen Saison mit dem MBC überraschend den BBL-Pokal. In der laufenden Saison kam der zweimalige BBL-MVP achtmal zum Einsatz und erzielte in durchschnittlich 6,8 Minuten 2,8 Punkte sowie 1,9 Rebounds.
sgm