04.03.2026
Ein Textwechsel ließ die Situation kippen
Jeremy Lin hat Einblicke in eine angespannte Episode aus seiner Zeit bei den Los Angeles Lakers gegeben. Der Guard berichtete, warum NBA-Legende Kobe Bryant nach einem Streit mehrere Monate nicht mehr mit ihm sprach.

Lin sprach über die Situation im Podcast "Above the Rim" von Dwight Howard und blickte auf die Saison 2014/15 bei den Los Angeles Lakers zurück. Auslöser des Konflikts war eine Szene in der Schlussphase eines Spiels: Während Bryant wollte, dass Lin foult, um die Uhr zu stoppen, hatte Head Coach Byron Scott genau das Gegenteil angewiesen. Die widersprüchlichen Signale führten dazu, dass Lin auf dem Feld zögerte.
Nach dem Spiel bemerkte Lin die Körpersprache von Bryant und entschied sich, das Thema direkt anzusprechen. "Ich habe ihm geschrieben: 'Hey Mann, ich schätze die Körpersprache nicht'", erzählte Lin. Bryant antwortete zunächst scharf, woraufhin Lin erneut reagierte und seine Sicht erklärte.
Der Guard betonte dabei seinen Respekt für den Superstar, machte aber auch seine Position klar. "Ich habe ihm gesagt: 'Ich will nicht sagen, dass du mich nicht coachen darfst. Du bist hundertmal der Spieler, der ich bin. Ich möchte alles von dir lernen. Ich frage nur, ob du es auf eine Weise sagen kannst, die mich als Mann respektiert'", schilderte Lin.
Zunächst habe Bryant positiv reagiert und ihm Feedback gegeben. Danach allerdings habe sich die Situation überraschend verändert. "Für die nächsten fünf Monate hat er nicht mehr mit mir gesprochen", sagte Lin.
Erst später hätten die beiden die Angelegenheit ausgeräumt. Bryant habe ihm erklärt, dass er es nicht gewohnt gewesen sei, auf diese Weise von einem Mitspieler herausgefordert zu werden.

Lin spielte nur eine Saison für die Lakers, blieb aber durch andere Stationen in Erinnerung. Besonders bekannt wurde der Guard durch seine spektakuläre "Linsanity"-Phase bei den New York Knicks. 2019 gewann er zudem mit den Toronto Raptors den NBA-Titel.
sgm