16.01.2026
Warum Franz eigentlich ein Warrior sein sollte
Jonathan Kuminga fordert seinen Trade und mit perfektem Timing kommt eine alte Draft-Geschichte zurück an die Oberfläche: Angeblich hätte Steve Kerr 2021 lieber Franz Wagner nach Golden State geholt. Fünf Jahre später wirft diese Entscheidung ein neues Licht auf die aktuelle Situation der Warriors.

Mit Jonathan Kumingas offiziellem Trade-Wunsch geraten die Golden State Warriors erneut unter Druck. Inmitten der angespannten Situation sorgt nun ein Bericht von The Athletic für zusätzliche Brisanz: Head Coach Steve Kerr bevorzugte im Draft 2021 offenbar Franz Wagner gegenüber Kuminga. "Teamquellen bestätigten, dass einige in der Organisation, darunter Kerr, Franz Wagner wollten."
Der deutsche Forward war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits an Position acht von den Orlando Magic ausgewählt worden. Golden State zog anschließend Kuminga an sieben.
Die Warriors entschieden sich damals bewusst für Jonathan Kuminga, um dem Kader mehr Athletik und langfristiges Star-Potenzial zu geben. Kuminga galt als zentrales Element einer möglichen Post-Curry-Zukunft, gemeinsam mit James Wiseman.
Fünf Jahre später wirkt diese Wette zumindest ambivalent. Kuminga fand in der Saison 2025/26 kaum noch eine Rolle, kam nur in 18 der ersten 44 Spiele zum Einsatz und verschwand zuletzt komplett aus der Rotation. Sein Trade-Wunsch folgte unmittelbar, nachdem seine Trade-Restriction ausgelaufen war.

Während Kuminga in Golden State stagniert, hat sich Franz Wagner in Orlando zu einem verlässlichen Two-Way-Spieler entwickelt. Der deutsche Welt- und Europameister überzeugt durch Athletik, Spielverständnis, Entscheidungsfindung und defensive Variabilität. Also genau mit den Qualitäten, die im Warriors-System traditionell gefragt sind.
kon