vor 7 Stunden
Fehlender Spielmacher sorgt für Unruhe
Bei den Phoenix Suns soll bereits nach drei Saisonspielen Unzufriedenheit herrschen. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Kaderzusammenstellung - und vor allem das Fehlen eines klassischen Point Guards.

Wie NBA-Insider Chris Haynes berichtet, wächst innerhalb der Kabine der Frust über die fehlende Organisation in der Offensive. Phoenix verfüge über mehrere talentierte Scorer, aber über keinen Spielmacher, der die Angriffe konstant strukturiere und seinen Mitspielern gute Abschlüsse ermögliche.
Die Suns verteilen diese Aufgaben derzeit auf mehrere Schultern. Devin Booker, Jalen Green und Dillon Brooks können zwar selbst kreieren, sind jedoch keine klassischen, passorientierten Aufbauspieler. Booker führt Phoenix nach drei Partien mit durchschnittlich 5,3 Assists an, die Mannschaft liegt mit 25,3 Vorlagen pro Spiel aber nur in der unteren Tabellenhälfte der NBA.
Mit Collin Gillespie steht zwar ein klassischer Point Guard im Kader, ob seine Qualität für eine dauerhafte Rolle als Starter ausreicht, ist jedoch fraglich. Der 27-Jährige kommt bislang von der Bank auf 6,7 Punkte und 4,3 Assists, trifft allerdings nur 29,2 Prozent aus dem Feld. Beim Sieg gegen Golden State deutete er mit elf Punkten und neun Vorlagen sein Potenzial an. Sollte Phoenix weiterhin Probleme bei der Organisation seiner Offensive haben, könnte Gillespie dennoch in die Starting Five rücken.

Besonders deutlich wurden die Probleme bei der Niederlage gegen Oklahoma City. Booker blieb bei nur drei Punkten und traf lediglich einen seiner sieben Würfe aus dem Feld. Ohne verlässliche Struktur gelang es den Suns kaum, ihren wichtigsten Scorer in bessere Abschlusspositionen zu bringen.
Nach Angaben von Haynes plant Phoenix derzeit noch keine personelle Reaktion. Stattdessen hofft der Klub, die Rolle gemeinschaftlich ausfüllen zu können. "Aktuell sieht es aber nicht so aus, als würde das funktionieren", bewertete der Insider die bisherige Lösung.
sgm