vor 10 Stunden
Seawolves reagieren betroffen
Im Nachgang der Partie zwischen den Rostock Seawolves und Aris Thessaloniki wurde auf der Autobahn ein Bus mit Gäste-Fans attackiert. Der Verein reagierte geschockt und verurteilte dies in aller Schärfe.

Am Abend hatte Aris Thessaloniki um den griechischen Nationaltrainer Vassilis Spanoulis im EuroCup deutlich bei den Rostock Seawolves gewonnen, es fühlte sich wie ein Heimspiel an. Offiziell waren knapp 1.000 Griechen in der Stadthalle Rostock und feierten vor allem ihr Team. In der Arena selbst blieb alles friedlich, das sollte aber nicht so bleiben.
Stattdessen wurde am späten Abend ein Bus mit Gästefans auf der Autobahn mit Pyrotechnik attackiert. Wie die Polizei mitteilte, wurde dabei zwischen Rostock-West und Bad Doberan eine Scheibe zerstört, nachdem mindestens ein Geschoss den Bus traf. Personen wurden nicht verletzt, die Fans schafften es trotz Schaden rechtzeitig zum Flughafen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Von wo die Täter die Pyrotechnik abfeuerten, ist noch unklar.
Die Rostock Seawolves reagierten am Morgen betroffen auf die Attacke und verurteilten die Taten aufs Schärfste: "Dass Menschen nach einem Basketballspiel auf ihrem Heimweg mit Pyrotechnik attackiert werden, ist absolut inakzeptabel und hat mit dem Sport und den Werten, für die wir stehen, nichts zu tun. In der Geschichte unseres Clubs ist so etwas noch nicht vorgefallen", wird der Vorstand zitiert.
Dabei verwiesen die Seawolves auf das tolle Spiel und dass erstmals ein Europapokalmatch in Rostock mit gut 4.600 Zuschauern ausverkauft war. "Dass ein solcher Anlass möglicherweise von Außenstehenden instrumentalisiert wurde, um Gewalt auszuüben, macht uns als Rostock Seawolves e.V. fassungslos. Die Leidenschaft für den Sport darf niemals als Vorwand für Gewalt missbraucht werden."
Die Seawolves starten in dieser Saison erstmals im EuroCup, sie nehmen hier mit einer Einjahreslizenz teil. Aus den ersten vier Spielen gelang bisher aber nur ein Sieg, gegen Mit-Favorit Aris war Rostock auf dem Feld völlig chancenlos (79:110). In der Gruppe A belegen die Rostocker Platz sieben in der Achterstaffel, nur die ersten Vier kommen eine Runde weiter.
rar