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    Basketball - BBL-Pokal

    20.02.2026

    Youngster avanciert zum Leistungsträger

    "Er ist ein NBA-Spieler": Albas erfolgreiche Wette mit Senkrechtstarter Kayil

    Im Sommer kehrte Jack Kayil zu Alba Berlin zurück. Der Jung-Nationalspieler entwickelte sich sofort zum Schlüsselspieler für die Albatrosse und hat gezeigt, dass er zu Höherem berufen ist. Die Frage ist, wie viel weiter nach oben es im Sommer geht.

    Jack Kayil
    Jack Kayil überzeugt in seiner ersten Saison bei Alba Berlin. SOPA Images/LightRocket via Getty Images

    Platz zwei in der Bundesliga, das Viertelfinale in der Champions League vorzeitig erreicht und dazu kämpft Alba Berlin am Wochenende in München im BBL Pokal um den ersten Titel der Saison. Die Hauptstädter sind auf Kurs - und das nach einem Sommer, den Sportdirektor Himar Ojeda als den "schlimmsten" in seiner Zeit bei den Berlinern bezeichnete.

    Nach dem Rückzug aus der EuroLeague musste Alba schrumpfen, erst Leistungsträger abgeben, bevor neue Spieler geholt werden konnten. Nur zwei Spieler waren nach dem enttäuschenden Aus in Runde eins gegen den späteren Vizemeister Ulm schnell fix, zum einen war das Center Norris Agbakoko sowie der verlorene Sohn Jack Kayil, der nach zwei Jahren mit Zwischenstationen in Vechta und der serbischen Talenteschmiede Mega Basket ins Nest zurückkehrte.

    Durchaus ein Risiko, wie auch Ojeda im Gespräch mit basketball-world.news zugab: "Es war natürlich eine Wette, aber wir kannten ihn ja auch sehr gut aus unserer Jugend. Wir sehen, dass er sich schnell einem Niveau anpassen kann. Das können nicht viele und hat uns auch ein bisschen überrascht."

    Jack Kayil: Statistiken 2025/26

    SPIELEPTSASTFG3PT
    3112,23,742,5%35,3%

    Kayil: Sein Durchbruch war keine sichere Sache

    Zwar hatte Kayil schon bei der Nationalmannschaft gute Ansätze gezeigt und mit den DBB-Junioren für Furore gesorgt (EM-Gold mit der U18, WM-Silber mit der U19), doch in Vechta spielte der Guard nur in der zweiten Mannschaft und auch in Serbien gelang der Durchbruch nicht vollständig - auch wegen diverser Verletzungen. Alba gab Kayil aber umgehend eine große Rolle, die durch den überraschenden Abgang von Boogie Ellis nach Dubai nach wenigen Monaten noch größer wurde.

    Somit war Kayil noch mehr gefordert, zusammen mit Martin Hermannsson bildete er Albas Schaltzentrale. Beim Isländer schwingen aber stets Verletzungssorgen mit, das bewahrheitete sich kürzlich, weswegen der Routinier wegen einer Daumenverletzung mehrere Wochen ausfallen wird. Zu Saisonbeginn mag dies schwer zu verkraften gewesen sein, doch Alba und vor allem Kayil haben gezeigt, dass es auch ohne Hermannsson gehen kann.

    Im Februar verbuchte der DBB-Youngster viermal in Folge mindestens 20 Punkte und war in einer Reihe von knappen Spielen für die Berliner ein echter Unterschiedsspieler. Beim Sieg nach Verlängerung gegen Bamberg zog der 20-Jährige 17 Freiwürfe, gegen AEK waren es seine Drives und in Trier tiefe Stepback-Dreier oder auch mal ein spektakulärer Poster-Dunk gegen Marten Linßen. Beim Einzug ins Viertelfinale der Champions League gegen Tofas Bursa brachte ein spektakulärer Block das Momentum.

    Kayil: Albas Go-to-Guy in engen Spielen

    Darüber hinaus hatte Kayil am Ende immer selbst den Ball in der Hand, er traf die wichtigen Entscheidungen und darüber hinaus meist die richtigen. Für einen jungen Guard auf diesem Niveau ist das selten. "Ich kann mich bei Alba nur an einen Spieler erinnern und das war der junge Franz Wagner", meint Ojeda. "Sie sind komplett unterschiedlich, aber auch Jack arbeitet hart an sich und wird Spiel für Spiel besser."

    Über die Saison verbucht Kayil inzwischen durchschnittlich 12,2 Punkte und 3,7 Assists bei 20,6 Minuten Einsatzzeit in 31 Spielen. Für Alba ein Segen, auch wenn seine Verpflichtung mit einem Haken daherkam. Der Spielmacher konnte nur per Leihe aus Serbien losgeeist werden, im November folgte die Verkündung, dass Kayil im Sommer - wie so viele Youngster - ans College an die Top-Uni nach Gonzaga wechseln werde.

    Ojeda bedauert dies, sieht aber auch das Positive: "Leider verändert sich der Basketball gerade, sodass er nur ein Jahr für uns zu haben war. Gleichzeitig finde ich es gut, dass er so früh eine Entscheidung getroffen hat, sodass Klarheit herrscht." Doch ist dem wirklich so? Klar dürfte sein, dass Kayil in der kommenden Saison nicht mehr in Deutschland spielen wird. Doch muss der Berliner wird noch den Zwischenschritt NCAA nehmen?

    College, BBL oder NBA-Draft: Jack Kayil stehen im Sommer alle Türen offen.
    College, BBL oder NBA-Draft: Jack Kayil stehen im Sommer alle Türen offen. IMAGO/Contrast

    Kayil: Der Weg ans College - oder doch schon NBA?

    "Jack hat einen klaren Kopf und mich ist er definitiv ein NBA-Spieler", findet Ojeda. "Er hat die Anlagen dafür. Er ist athletisch, er will Defense spielen, er kann werfen, er kann passen und wird sicherlich noch ein paar Dinge lernen." Gleichzeitig werden auf dem College enorme Summen gezahlt und Kayil könnte sich dort noch einmal ins Schaufenster stellen.

    Die Draft-Klasse 2026 gilt als stärkste seit Jahren, auch das ist so ein Faktor dafür, weswegen der NBA-Buzz um Kayil vergleichsweise gering ausfällt. Es könnte sich lohnen, ein Jahr zu warten - in der Hoffnung, dann einen garantierten Vertrag abzustauben, also in der ersten Runde ausgewählt zu werden. Bis dahin kann sich Kayil in den USA akklimatisieren, was auch Franz Wagner im Interview mit basketball-world.news als einen wichtigen Faktor für seine Entwicklung nannte.

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    Letztlich ist das auch alles noch Zukunftsmusik, mit seinem Heimatverein gibt es für Kayil noch einiges zu erreichen. Umso mehr gilt es, Kayil so lange zu genießen, wie er noch in Deutschland ist. Schon am Wochenende haben die Berliner dann die Chance, eine "ausgezeichnete Saison" (Ojeda) schon im Februar zu veredeln. Die erste Hürde dafür sind die zuletzt brandheißen EWE Baskets Oldenburg.

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    Robert Arndt