vor 12 Stunden
Ehrung für den Weltmeister
Dennis Schröder ist für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft weit mehr als nur ihr Leader. Nach dem klaren 111:79-Erfolg gegen Zypern hoben sowohl Kay Bruhnke als auch Bundestrainer Alex Mumbru die Bedeutung des Weltmeisters für das DBB-Team hervor.

Vor Spielbeginn ehrten DBB-Präsident Ingo Weiss und DBB-Vizepräsident Mithat Demirel Dennis Schröder für sein 100. Länderspiel, das er im vergangenen Sommer gegen Finnland absolviert hatte. Die Auszeichnung unterstrich den besonderen Stellenwert des Kapitäns, der inzwischen auf mehr als 100 Einsätze im Nationaltrikot zurückblicken kann.
Dass Schröder innerhalb der Mannschaft weit mehr als nur der Spielmacher ist, machte anschließend auch Kay Bruhnke deutlich. "Das zeigt unnormal, das zeigt so krass, wie wichtig Dennis für dieses Team ist, wie wichtig er für alles einfach ist. Also das ist unbeschreiblich, was er hier macht", sagte der Forward und fand noch deutlichere Worte: "Er hat fast schon Legendenstatus, würde ich sagen. Er hat Legendenstatus."
Bruhnke hob dabei besonders Schröders Führungsqualitäten hervor. Gerade in schwierigen Phasen übernehme der 32-Jährige Verantwortung und gebe seinen Mitspielern Orientierung. "Er musste im letzten Spiel in der Halbzeit sagen: 'Hey Jungs, spielt nicht wie Roboter, sondern spielt frei, spielt mit Selbstbewusstsein.' Solche Geschichten gibt es mehrere, auch im Training. Er zeigt uns viel, er sagt viel und bringt somit das nötige Selbstbewusstsein."
Auch Bundestrainer Alex Mumbru sieht im Weltmeister einen außergewöhnlichen Führungsspieler. Für den Spanier zeichnet sich Schröder vor allem durch seine kompromisslose Einstellung aus. "Dennis ist ein Spieler, der nicht bei 50 Prozent spielen kann oder will. Er gibt immer 100 Prozent. Wenn er spielt, dann ist er bereit und spielt mit voller Intensität."

Für Mumbru reicht Schröders Einfluss sogar über die aktuelle Nationalmannschaft hinaus. Der Bundestrainer sieht den Kapitän als Vorbild für den gesamten deutschen Basketball. "Nicht nur die Mannschaft, sondern auch die jungen Spieler und alle deutschen Basketballer sollten sehen, mit welchem Einsatz Dennis jedes Länderspiel bestreitet. Sein Engagement für die Nationalmannschaft und die Art, wie er jeden einzelnen Einsatz angeht, sind beispielhaft."
Mit seiner Leistung gegen Zypern - 20 Punkte, neun Assists und sieben Rebounds - führte Schröder das DBB-Team einmal mehr souverän zum Sieg.
Neben seinem Lob für Schröder sprach Bruhnke auch über Nationalmannschaftskollege Simonas Lukosius, mit dem er in der vergangenen Saison gemeinsam bei Rytas Vilnius spielte. Beide hätten in Litauen zunächst mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen gehabt.
"Unglaublich schön. Er ist mir über dieses Jahr in Vilnius ans Herz gewachsen. Wir hatten im Prinzip die gleichen Schwierigkeiten am Anfang, vielleicht sogar er noch etwas mehr als ich", erklärte Bruhnke. Umso mehr freue er sich, dass sich Lukosius mit harter Arbeit zurückgekämpft habe und nun ebenfalls das DBB-Trikot trage: "Er hat sich das so verdient. Er ist ein harter Arbeiter und ich bin glücklich, mit ihm hier das Nationalmannschaftstrikot zu teilen."
sgm, jos