vor 1 Tag
Debatte um neues Sportfördergesetz
Die deutschen Basketball-Nationalspieler um Dennis Schröder und Franz Wagner haben sich in die Debatte um das neue Sportfördergesetz eingeschaltet. In einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete unterstützen sie die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung von Athletinnen und Athleten an künftigen Entscheidungen im Spitzensport.

Die deutschen Basketball-Weltmeister stärken in der Debatte um das Sportfördergesetz dem Verein Athleten Deutschland den Rücken. Der Spielerrat der Nationalmannschaft unterstützt die Forderung nach einem stimmberechtigten Sitz im Stiftungsrat der geplanten Spitzensportagentur, das geht aus einem Brief hervor, aus dem die FAZ am Dienstag zitiert. Mannschaftskapitän Dennis Schröder, Franz Wagner, Louis Olinde und Johannes Voigtmann wenden sich darin an die Mitglieder des Ausschusses für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestages.
Die Stimme der Athletinnen und Athleten müsse "dort vertreten sein, wo künftig richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden", schreibt der Spielerrat: "Die geplante Spitzensportagentur wird über Fragen entscheiden, die den deutschen Basketball sowie die Athletinnen und Athleten aus anderen Sportarten unmittelbar betreffen. Wir unterstützen deshalb die Forderung von Athleten Deutschland."
Es gehe ausdrücklich nicht nur um die deutschen Basketballstars. "Wir wollen mit dem Schreiben zeigen, dass wir solidarisch mit allen Athletinnen und Athleten sind, deren Arbeitsbedingungen im Spitzensport von diesem Gesetz abhängen", teilte NBA-Star Franz Wagner der FAZ mit: "Unser Anspruch als Spielerrat ist es, nicht nur auf dem Parkett zu stehen, sondern auch Verantwortung für unseren Sport zu übernehmen. Politik und Verbände sollten es als Chance sehen, wenn Athletinnen und Athleten entscheiden, sich zu engagieren."
Das neue Sportfördergesetz soll in den kommenden Wochen verabschiedet werden. Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD will damit die Förderung des Spitzensports erstmalig auf eine gesetzliche Grundlage stellen, auch mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für den Gewinn von mehr internationalen Medaillen zu verbessern.
Gesteuert werden soll die Förderung durch eine Spitzensportagentur, deren Stiftungsrat aus sechs Vertretern aus der Politik und drei des organisierten Sports bestehen soll. Die Interessenvertretung Athleten Deutschland plädiert für eine Erweiterung des Stiftungsrates um einen Platz.
SID