06.09.2026
Clark lobt WNBA-Leistungsträgerin
Nach dem ungefährdeten 94:59-Auftaktsieg gegen China trifft Team USA am Sonntag auf Italien. Der amtierende EM-Dritte geht zwar als Außenseiter in die Partie, bringt aber genügend Qualität mit, um den großen Favoriten zumindest vor Probleme zu stellen.

Die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr zeigte, dass Italien nicht unterschätzt werden darf. Damals verpassten die Azzurri im Halbfinale knapp die Überraschung gegen den späteren Europameister Belgien und besiegten im Spiel um Platz drei letztlich Frankreich.
Gegen die enorme individuelle Klasse und Tiefe der US-Amerikanerinnen wird ein Jahr später dennoch nahezu alles passen müssen. Für die USA stellt die Partie vor allem eine neue Art von Herausforderung dar.
Eine ausführliche Videoanalyse stand zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch aus. Ganz unbekannt ist Caitlin Clark der kommende Gegner allerdings nicht: Bereits während der WM-Qualifikation in Puerto Rico traf sie mit den USA auf Italien. Damals gewannen die Amerikanerinnen deutlich mit 93:59. In Sicherheit wiege man sich deshalb allerdings nicht: "Jede Mannschaft wird gegen uns ihr bestes Spiel zeigen. Darauf müssen wir vorbereitet sein", so Clark.
Besondere Aufmerksamkeit wolle ihr Team Cecilia Zandalasini schenken. Die Italienerin habe ein herausragendes Jahr gespielt und sich kontinuierlich gesteigert. "Sie kann das Feld breit machen, aus der Mitteldistanz treffen, bringt eine gute Größe mit und ist athletisch", erklärte Clark über die Forward, die mit ihren Leistungen in der WNBA entscheidend zur starken Saison der Golden State Valkyries beigetragen hat (8,8 PTS, 2,2 REB in 19,1 MIN/35 Spiele). Zandalasini werde deshalb eine Schlüsselrolle im amerikanischen Scouting-Report einnehmen.
US-Trainerin Kara Lawson warnte derweil vor der mannschaftlichen Qualität Italiens. Das Team könne viel Selbstvertrauen daraus ziehen, sein Spiel über eine Führungsspielerin wie Zandalasini aufzubauen. "Wir müssen defensiv sehr präzise und diszipliniert sein. Wenn man einen Fehler macht, wird man dafür bestraft", sagte Lawson. Auch die gute Ballbewegung der Italienerinnen stelle ihre Mannschaft vor eine Herausforderung.
Am Kräfteverhältnis ändert das zunächst wenig: Die individuelle Qualität macht die USA erneut zum klaren Favoriten. Einen Selbstläufer erwartet Lawson trotzdem nicht. "Bei einer Weltmeisterschaft wird man in jedem Spiel gefordert. Italien ist eines der besten Teams Europas, und wir freuen uns auf dieses Duell."
Sam Müller