vor 12 Stunden
Nur eine US-Spielerin mit mindestens zehn Punkten
Die USA haben auch ihr zweites WM-Gruppenspiel gewonnen, mussten gegen Italien allerdings bis zum Schluss bangen. Die Starriege um Caitlin Clark (1 Punkt, 0/6 FG) enttäuschte auf ganzer Linie.

Angetrieben vom italienisch geprägten Publikum erwischte der EM-Dritte des Vorjahres den besseren Start - auch dank vier früher Punkte von Jasmine Keys. Die USA antworteten mit einem 6:0-Lauf, während Ballverluste die hektische Anfangsphase prägten. Angel Reese (8 PTS, 3 REB) sorgte mit einem Ballgewinn und anschließendem Coast-to-Coast-Layup für die erste deutlichere Führung. Weil die US-Defensive kaum einfache Würfe zuließ, stand es nach zehn Minuten bereits 19:8.
Italien hatte zunächst mit der Größe der Amerikanerinnen zu kämpfen. Team USA kam insbesondere unter dem Korb zu einfachen Punkten oder Freiwürfen. Dann stellte Italien auf eine Zonenverteidigung um und brachte den Favoriten damit aus dem Konzept. Cecilia Zandalasini (14 PTS, 7 REB) verkürzte per Stepback-Dreier, wenig später war der Rückstand auf 20:26 geschmolzen. Die USA trafen in der ersten Halbzeit lediglich 32 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld. So kämpfte sich Italien trotz zwölf Ballverlusten mit einem 14:6-Lauf zum 24:30-Pausenstand heran.

Zandalasini eröffnete auch die zweite Halbzeit mit einem schwierigen Fadeaway samt Bonusfreiwurf und leitete einen 9:0-Lauf ein. Nach Freiwürfen von übernahm Italien beim 33:32 erstmals wieder die Führung. Die US-Amerikanerinnen blieben von außen weiter völlig kalt und verfehlten ihre ersten zehn Dreier am Stück, ehe (7 PTS, 5 REB) Ende des dritten Durchgangs ihr Team erlöste (39:39).
sgm, jos
Auch im finalen Abschnitt blieben die Italienerinnen dran. Team USA traf weiterhin kaum etwas und schwächelte auch in der Zone, die die Italienerinnen clever abriegelten. Das änderte sich erst in den Schlussminuten und mit der Einwechslung von Jackie Young (10 PTS, 4 REB), die mit sechs Zählern unter dem Korb ihrem Team neues Leben einhauchte. Drei Minuten vor Spielende erhöhte sie den Vorsprung auf +3, Gray dann sogar auf +5. Nach schwerem Villa-Fadeaway hatten die Azzurri mit dem letzten Ballbesitz sogar die Chance zum Ausgleich. Nach vermeintlichem Schlag ins Gesicht verfehlte Zandalasini den Korb jedoch gänzlich. Wutentbrannt nahm sie den fehlenden Foulpfiff und die Schlusssirene zur Kenntnis.
Italien belohnt sich damit trotz langem Kampf gegen den Turnierfavoriten nicht, ist aber weiterhin auf K.-o.-Rundenkurs. Die USA bleiben ungeschlagen und können morgen gegen Tschechien den direkten Viertelfinaleinzug klarmachen.
