vor 3 Stunden
2-0-Serienführung gegen Houston
Trotz prominenter Ausfälle führen die Los Angeles Lakers mit 2-0 in der Serie gegen die Houston Rockets. Vorne dirigiert LeBron James, am anderen Ende hält das Kollektiv zusammen, wobei einer besonders heraussticht.

Noch vor wenigen Wochen gewannen die Lakers ihre Spiele über die Offense, nun ist es die Verteidigung, die L.A. über Wasser hält, auch wenn die Houston Rockets in dieser Hinsicht ein dankbarer Gegner sind. Aber: Ohne Luka Doncic und Austin Reaves geht es gar nicht anders. Zum zweiten Mal in Serie ließen die Kalifornier weniger als 100 Punkte zu, Houston schoss in Spiel 2 nur 40 Prozent aus dem Feld sowie 25 Prozent von der Dreierlinie.
Auch die Rückkehr von Kevin Durant veränderte nicht viel, stattdessen wurde der Superstar aggressiv gedoppelt und zu einem Playoff-Tiefstwert von neun Ballverlusten gezwungen. Alperen Sengün brauchte für seine 20 Punkte ebenso viele Würfe. "Das sind tolle Spieler, die du als Team verteidigen musst. Du musst voll konzentriert sein, wenn nötig mehrmals eingreifen und das haben wir getan", freute sich Coach J.J. Redick.
Das Vorbild dafür war einmal mehr Marcus Smart, der eine echte Vintage Performance an den Tag legte und erneut seinen enormen Wert für das Team unter Beweis stellte. Gegen Durant setzte der frühere Verteidiger des Jahres früh ein Zeichen, tippte dem Star den Ball aus der Hand und schmiss sich in bester Smart-Manier auf den Boden. Am Ende waren es fünf Steals für den früheren Celtics-Fanliebling.
"Marcus hat das großartig gemacht", lobte Redick. "Es ist aber natürlich eine Teamleistung, um Kevin zu verteidigen. Er wird immer Würfe machen, dafür ist er zu gut und doch hätten wir es nicht besser machen können." Defense hat L.A. diese zwei Siege beschert, darauf will man auch in Houston aufbauen.

"Wir vertrauen uns gegenseitig und das hebt uns auf ein neues Level", meinte Smart. Die Lakers haben ihre Hausaufgaben erledigt, nun muss man in Houston aber weiter auf einem ähnlichen Niveau verteidigen, denn auch L.A. hat offensiv ohne zwei Stars seine Limitationen - auch mit einem stark aufspielenden LeBron James. Erneut trafen die Lakers weit über 40 Prozent von der Dreierlinie (13/28), in der Fremde brechen solche Quoten, vor allem von Rollenspielern gerne mal ein.
Ob dies bei Smart auch so ist? Der verwandelte fünf Stück davon für 25 Punkte, Luke Kennard steuerte drei für 23 Zähler bei. Es klickt einfach in einer schwierigen Situation, in der die Lakers einfach überleben müssen, bis Doncic und Reaves womöglich wieder zurückkehren können. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen fällt zumindest das Überleben etwas leichter - der Defense sei Dank.
rar