06.02.2026
Entwicklung bei den Warriors geopfert?
Die Ära Jonathan Kuminga bei den Golden State Warriors ist endgültig beendet. Steve Kerr findet im Rückblick offene Worte.

Kurz vor der Trade Deadline schickten die Warriors Kuminga gemeinsam mit Buddy Hield zu den Atlanta Hawks und holten im Gegenzug Kristaps Porzingis. Damit endeten viereinhalb schwierige Jahre für beide Seiten.
Kerr räumte nun ein, dass der junge Forward in Golden State von Beginn an in einer kaum lösbaren Situation steckte. "Ich glaube, es war für alle eine schwierige Lage", sagte Kerr gegenüber ESPN. Kuminga sei extrem roh gewesen, als er in die NBA kam, gleichzeitig hätten die Warriors weiter im "Win-now"-Modus agiert. "Er hätte mehr Spielraum gebraucht, um Fehler zu machen. Aber genau diese Fehler durften wir uns im Kampf um Titel nicht leisten."
Kuminga war 2021 als Nummer-7-Pick ein Zukunftsprojekt der Franchise. Doch schon ein Jahr später gewannen die Warriors erneut die Meisterschaft, und mit Stephen Curry an der Spitze lag der Fokus auf kurzfristigem Erfolg. Für einen Spieler der Zeit braucht blieb wenig Platz.
"Für uns als Trainerstab war es extrem schwierig, ihn gleichzeitig zu entwickeln und um Titel zu spielen", erklärte Kerr weiter. Kuminga habe zwar Talent und Physis mitgebracht, seine Rolle sei jedoch nie klar gewachsen. Stattdessen stagnierte seine Entwicklung.
Der Frust auf beiden Seiten wuchs. Kuminga forderte intern einen Tapetenwechsel, nachdem er sich nicht ausreichend eingebunden fühlte. Nun bekommt er diesen Neuanfang in Atlanta.
Kerr machte klar, dass das Scheitern weniger an der Person lag als an den Umständen. "Jeder mochte ihn. Ich mochte ihn. Er ist ein großartiger Typ, beliebt in der Kabine. Aber es war einfach kein guter Fit", so der Warriors-Coach.
kon