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Deutsch-Litauer wird Final-Four-MVP
Simas Lukosius wurde mit sieben Dreiern im Finale der Matchwinner für Rytas Vilnius im Finale der Basketball Champions League. Der 23-Jährige spielte bereits bei den Junioren für die deutsche Nationalmannschaft und will sich nun auch für Alex Mumbru empfehlen.

Es war sein großer Moment. Mit 23 Punkten und sieben verwandelten Dreier bog Simas Lukosius das Finale noch zugunsten von Rytas, die gegen den Favoriten AEK Athen bis zu 20 Punkten hinten lagen. Doch die Griechen hatten nicht die Rechnung mit Lukosius gemacht, der im vierten Viertel und der Verlängerung satte sechs Dreier durch die Reuse schweißte.
Es war nur folgerichtig, dass der 23-Jährige mit seinem sechsten Dreier des Abends 19 Sekunden vor Schluss die Verlängerung erzwang, wo Vilnius dann endgültig das Comeback vergoldete und erstmals seit 2009 wieder einen internationalen Titel gewinnen konnte.
Lukosius glänzte hier und da als Rollenspieler, doch das Finale war seine große Bühne. Der Guard hat bislang nicht einmal eine englische Wikipedia-Seite, zu unbekannt war der Youngster bisher. Der eine oder andere BBL-Kenner dürfte aber mit Lukosius noch vertraut sein, in der Saison 2020/21 absolvierte der Sohn von Mindaugas Lukosius (unter anderem Trainer in Würzburg Anfang des Jahrtausends) 14 Spiele für die Telekom Baskets Bonn, bevor er sich für den Weg ans College entschied.

Seit dem vergangenen Sommer ist Lukosius zurück in Europa - bei Rytas, seinem Heimatverein. Auf internationaler Bühne spielt der große Guard aber für Deutschland, zuletzt war dies mit der A2-Nationalmannschaft im Sommer 2023 der Fall. Dieses Team coachte noch Gordon Herbert, unter anderem standen da auch derzeitige Nationalspieler wie Malte Delow, Norris Agbakoko, Jonas Mattiseck oder Joshua Obiesie im Kader.
Im Gespräch mit Meridian Sport bestätigte Lukosius seinen Willen, weiterhin für Deutschland zu spielen. "Wenn ihr mir dabei helfen könnt, wäre ich euch dankbar", sagte Lukosius mit einem Lachen. "Ruft für mich den Coach an, weil es wirklich toll wäre, wenn ich für die Nationalmannschaft auflaufen könnte. Es ist einer meiner großen Träume."
Zunächst stehen mit Rytas aber noch die Playoffs in Litauen auf dem Programm, hier wollen Lukosius und Co. versuchen, dem großen Rivalen Zalgiris Kaunas mal wieder ein Bein zu stellen. Zuletzt gelang dies im Jahr 2024.
rar