vor 15 Stunden
Malaga trotzt Vintage-Patty-Mills für Bronze
Rytas Vilnius ist Sieger der Basketball Champions League 2026! Vor großartiger Kulisse im Palau Municipal d'Esports im katalanischen Badalona setzten sich die Litauer um Nationalspieler Kay Bruhnke dramatisch nach 20-Punkte-Rückstand gegen die AEK Athen durch. Ein Deutsch-Litauer avancierte zum Matchwinner.

Athen, welches wie auch der Gegner von mehreren Hundert mitgereisten Fans unterstützt wurde, übernahm von Beginn an die Kontrolle. Angeführt vom auffälligen Frank Bartley, der acht Zähler im ersten Durchgang erzielte, rannte AEK bereits im Eingangsviertel zweistellig davon (25:13). Vilnius stagnierte offensiv hingegen lange, weil es der Gegner geschickt verstand, die Zone zu versiegeln.
Einziger Lichtblick in der ersten Hälfte war der zweifache deutsche Nationalspieler Kay Bruhnke (10 PTS, 12 REB), der fünf Punkte in den Anfangsminuten erzielte. Vielsagende Statistik: Damit war der ehemalige Bamberger auch schon Topscorer seines Teams bis zum Kabinengang.

Nachdem Athen den Vorsprung nach dem Seitenwechsel auf bis zu 20 Zähler ausgebaut hatte, bäumte sich Rytas im Schlussdurchgang nochmal auf. Jerrick Harding erwachte aus seinem Tiefschlaf (1 Punkt in den ersten drei Vierteln) und brachte 15 Zähler im Schlussviertel auf die Anzeigetafel. Zum Schlüsselspieler avancierte allerdings der Deutsch-Litauer Simonas Lukosius, der überragende fünf Dreier in den finalen zehn Minuten erzielte.
Der mit Abstand wichtigste davon war der letzte. Mit 19 Sekunden auf der Uhr und drei Punkten Rückstand aus Sicht Rytas' brachte er einen schweren Dreier aus dem Dribbling im Korb unter. 80:80 - Verlängerung.
Und hier blieb das Momentum bestehen. Vilnius baute den durchgangsübergreifenden Run auf 29:6 aus und krönte sich bereits Minuten vor Schluss zum Sieger.

Ihren Status als Champions-League-Sieger konnte Unicaja Malaga nach der Niederlage am Donnerstag gegen AEK Athen zwar nicht verteidigen, dafür geht zumindest die Medaillenserie weiter. In einem hochspannenden Duell gegen Ligakonkurrent La Laguna Teneriffa, in dem die Führung insgesamt 17 Mal hin und her wechselte, setzten sich die Andalusier letztlich in der Schlussphase durch.
In den drei finalen Minuten outscorten sie ihre Landsmänner mit 11:3 und drehten ein 74:77 damit noch zu einem 85:80. Bester Werfer der Alba-Berlin-Bezwinger war Chase Audige mit 15 Punkten. Ex-Münchner Nihad Dedovic stand nicht im Aufgebot.
Bei der unterlegenen Mannschaft von Teneriffa fehlte indes Altstar Marcelinho Huertas. Der langjährige NBA-Spieler Patty Mills versuchte diese Lücke zu füllen. Der Australier avancierte mit 23 Punkten und 5/9 verwandelten Dreierwürfen zum Topscorer beider Mannschaften, konnte die stagnierende Offensive seiner Mannschaft in der Crunchtime aber ebenso wenig beleben.
jos