16.04.2025
Roter Stern hadert nach bitterer Niederlage
Der FC Bayern München setzte sich in einem dramatischen Spiel gegen Roter Stern Belgrad nach Verlängerung durch und bekommt so noch eine Chance auf die Playoffs. Die Serben haderten dagegen nach der Partie mit den Referees.

Zankapfel für die Serben war eine Situation kurz vor Schluss, als Carsen Edwards beim Stand von 82:82 zum Korb zog und den Korbleger aber nicht verwerten konnte. In der Folge kämpften Devin Booker und Belgrads Guard Codi Miller-McIntyre um den Ball und die Referees entschieden auf ein Foul des serbischen Spielmachers. So bekamen die Bayern noch einmal den Ball und scorten, bevor der überragende Filip Petrusev das Spiel in die Verlängerung schickte.
"Ich möchte lieber nichts sagen, damit ich keine Strafe bekomme", meinte Roter Sterns Topscorer. "Der Türke hat so entschieden, mehr sage ich dazu nicht." Dies taten dafür andere. "Booker hätte das Foul bekommen müssen. Wir hätten Freiwürfe bekommen müssen und das Spiel wäre gelaufen gewesen", echauffierte sich Coach Ioannis Sfairopoulos.
"Das ist das erste Mal in dieser Saison, dass ich etwas zu den Schiedsrichtern sage. Ich habe keinerlei Verständnis dafür, was heute hier passiert ist." Noch deutlicher wurde der Präsident von Roter Stern, Zeljko Drcelic, beim serbischen Sender Arena: "Heute war es so wie die ganze Saison. Keiner schenkt uns etwas. Wir werden so behandelt, als ob wir dankbar sein sollten, dass wir mitspielen dürfen", sagte der Boss der Serben über das Schiedsrichtergespann.
Schon während des Spiels hatten sich Offizielle der Gäste über diverse Entscheidungen der Referees wild gestikulierend beschwert. Es wurden Stühle weggetreten, die Schiedsrichter wortreich bearbeitet. Ein Staff-Mitglied wurde sogar in die Kabine geschickt.
"Wir zahlen dafür, dass sie es uns wegnehmen können. Es ist eine Schande", bilanzierte Drcelic. Auch das Verhalten von Bayern-Coach Gordon Herbert, der sich nach dem Ende mit Forward Nikola Kalinic ein heftiges Wortgefecht lieferte, stieß Drcelic sauer auf. "Ich kann das Verhalten des gegnerischen Coaches nicht fassen. Das war wirklich eine Schande."
Die Wortgefechte wurden schließlich in den Katakomben weitergeführt, es dauerte eine Weile, bis sich alles beruhigt hatte. Herbert selbst wollte zu den Vorfällen nicht viel sagen und betonte, dass er sich mit Kalinic und anderen Gästen aus Belgrad für die Eishockey-Ergebnisse ausgetauscht habe.
Roter Stern muss somit weiter auf die erste Playoff-Teilnahme in der EuroLeague warten und steht auch in der heimischen ABA League schwer unter Druck. Mit einer Bilanz von 20-6 belegt "Zvezda" nur Rang vier in der Balkan-Liga, vor ihnen stehen noch Stadtrivale Partizan, Buducnost Podgorica sowie das neue Team aus Dubai.
rar