vor 18 Minuten
Salary-Cap-Betrug um Leonard
Die L.A. Clippers wurden von der NBA im Fall Kawhi Leonard hart bestraft. Neben der Suspendierung von unter anderem Besitzer Steve Ballmer muss die Franchise fünf Erstrundenpicks abgeben. Die Kalifornier wollen sich wehren, wie sie in einem Statement bekanntgaben.

In einem Brief, der an Commissioner Adam Silver gerichtet ist, sprechen die Clippers von einer "Hexenjagd", die "ein Schlag ins Gesicht für die Fairness und Integrität der League" sei. Die NBA hatte am Mittwoch in einem Statement drastische Strafen ausgesprochen, die Clippers sollen rund um Kawhi Leonard versucht haben, die Salary-Cap-Regeln auszuhebeln.
Die Clippers betonen derweil, dass sie für etwas bestraft wurden, wofür es keine Regeln gebe und dass sie während der Untersuchung kaum mit einbezogen wurden. Gleichzeitig habe die Strafe nicht nur negative Konsequenzen für die Franchise, sondern auch für Sponsoren und andere Partner.
Darüber hinaus hinterfragen die Clippers die Ergebnisse der Untersuchung, da es eine massive Diskrepanz gebe, was der Franchise erzählt wurde und was die NBA später als Ergebnis präsentiert habe. Demnach habe man bereits eine Kanzlei darüber informiert, dass die ganze Untersuchung nur darauf ausgelegt war, ein vorbestimmtes Ergebnis zu untermauern.

Des Weiteren heißt es: "In Gesprächen mit der Liga wurde bestätigt, dass die NBA nicht glaubt, dass es eine Einigung zwischen den Clippers und Aspiration gab, um Kawhi Leonard Geld zuzuschleusen." Demnach habe selbst ein Richter bestätigt, dass Ballmer nicht Teil, sondern Opfer des Betrugs rund um Aspiration-Chef Joe Sanbergs Betrug war. "Dennoch hat die Liga mit weniger als einer Stunde Vorwarnung diesen Bericht und dieses Statement veröffentlicht, was das komplette Gegenteil von dem ist, was man uns im Privaten sagte", heißt es weiter.
Dazu kündigten die Clippers an, dass sie alle möglichen, legalen Mittel in Betracht ziehen werden, um diese "ekelhafte Ungerechtigkeit" aus der Welt zu schaffen. Allerdings: Innerhalb der NBA gibt es für die Clippers laut des Tarifvertrags keine Mittel, um die Entscheidung anzufechten. Der einzige mögliche Weg ist der Gang vor ein Gericht.
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