vor 4 Stunden
San Antonio kann es auch ohne Wemby
Dylan Harper machte in einem wichtigen Spiel 3 bei den Portland Trail Blazers sein bisher bestes Spiel in der NBA. Nebenbei brach der Spurs-Youngster auch einen Playoff-Rekord.

Feuertaufe bestanden! Trotz eines Rückstands von 15 Punkten im dritten Viertel bogen die San Antonio Spurs ohne Victor Wembanyama die Partie in Portland um und können mit einer 2-1-Serienführung etwas gelassener auf Spiel 4 blicken. Dass dies so kam war unter anderem Dylan Harper zu verdanken.
Der Nr.2-Pick aus dem vergangenen Draft steuerte von der Bank kommend 27 Punkte (9/12 FG) und zehn Rebounds bei und war die dominierende Kraft der Texaner, als diese das Spiel umbogen. "Heute haben wir gesehen, wie besonders dieser Junge ist", frohlockte Steve Nash bei Prime und sprach in der Folge von einem kommenden Abo-All-Star.
Es ist schwer dagegen zu argumentieren, denn es beeindruckte, mit welcher Reife der Guard zu Werke ging. Mit einem staubtrockenen Dreier beendete er zunächst eine Dürre von über fünf Minuten ohne Field Goal, im vierten Viertel ließ er einen weiteren folgen und packte dann Shotblocker Robert Williams III auf ein Poster. Es war in der Phase, als die Spurs einen weiteren Lauf starteten, der letztlich für die Vorentscheidung sorgen sollte.
22 seiner 27 Punkte erzielte Harper nach der Pause, seine Minuten gewannen die Gäste mit 24 Zählern! In Spiel 2 hatte der Rookie das vierte Viertel noch von der Bank verfolgt, da er eine Daumenverletzung hatte, diesmal wurde er zum X-Faktor und deutete an, dass er bereit für mehr Verantwortung ist.

Zudem knackte der 20-Jährige auch einen Playoff-Rekord, in dem er zum jüngsten Spieler wurde, der mindestens 25 Punkte in einem Spiel der Postseason erzielte (zuvor: Jayson Tatum im Jahr 2018). Lob gab es auch vom Coach Mitch Johnson, der auch die Vorstellung von San Antonios zweitem Rookie, Carter Bryant, hervorheben wollte. Der erzielte in 22 Minuten zwar nur drei Zähler, blockte aber auch drei Würfe und machte als kleiner Fünfer einen exzellenten Job mit seiner aggressiven Verteidigung.
"Die beiden für den Takt vorgegeben, sodass wir nach der Pause sehr aggressiv spielen und immer wieder attackieren konnten. Das hat Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen", meinte Johnson, der damit auch als Head Coach seinen ersten Auswärtssieg in den Playoffs einfahren konnte.
San Antonio gab somit die richtige Antwort auf die bittere Niederlage in Spiel 2 und können nun vorsichtig mit Wembanyama nach dessen Gehirnerschütterung umgehen. Der Franzose weilt mit dem Team in Portland, noch ist aber unklar, ob er für Spiel 4 der Serie einsatzbereit ist.
rar