08.04.2025
Golden ist jüngster Titeltrainer aller Zeiten
Im National Championship Game von March Madness lieferten sich die Florida Gators und die Houston Cougars ein intensives Defensivduell auf Augenhöhe. In einer Partie voller Wendungen, Runs und Drama setzte sich am Ende ein Team durch, das lange Zeit fast nie in Führung lag - aber zum entscheidenden Zeitpunkt da war.

Von Beginn an war klar: In diesem Finale würden Punkte hart erarbeitet werden müssen. Sowohl Florida als auch Houston zeigten sich defensivstark, phasenweise sogar überhart. Bis zum 21:21 verlief die Partie ausgeglichen, ehe Houston durch einen 8:0-Lauf erstmals das Spiel an sich riss. Die Cougars verteidigten aggressiv, zwangen Florida zu neun Ballverlusten und gingen mit einer 31:28-Führung in die Pause.
Die Stars taten sich lange schwer: Floridas Topscorer Walter Clayton Jr. blieb in der ersten Halbzeit punktlos, Houstons LJ Cryer kam immerhin auf fünf Zähler. Dafür sprangen andere ein - bei Florida hielt Will Richard mit 14 Punkten dagegen, bei Houston ging Mylik Wilson mit sieben Punkten vorneweg.
Nach dem Seitenwechsel legte Cryer sofort los, erzielte sieben schnelle Punkte und erhöhte die Cougars-Führung auf 42:30 - der größte Rückstand für die Gators im gesamten Turnier. Doch Florida blieb ruhig: Ein 7:0-Lauf, angeführt von Thomas Haugh und Alijah Martín, brachte die Gators wieder in Schlagdistanz.
Die Partie spitzte sich zu. Walter Clayton Jr. meldete sich mit einem wichtigen And-One zurück und stellte auf 48:48 - das Momentum war jetzt klar bei den Gators. Dann ein sehr entscheidender Moment: Rueben Chinyelu foulte Houstons J’Wan Roberts beim Korbleger und kassierte zusätzlich ein technisches Foul - Houston bekam vier Freiwürfe, verwandelte drei davon. Doch Florida gab nicht auf. Wieder war es Clayton Jr., der mit einem weiteren And-One ausglich.
In der Crunchtime traf Alijah Martín zwei Freiwürfe zur ersten Gators-Führung seit der Anfangsphase - mit nur 46 Sekunden auf der Uhr. Emanuel Sharp verlor daraufhin den Ball und Denzel Aberdeen traf noch einen seiner zwei Freiwürfe. Houston um Headcoach-Legende Kelvin Sampson suchte in den Schlusssekunden den Dreier zum Sieg, brachte jedoch keinen Wurf mehr los.

Florida krönte sich mit einem 65:63-Sieg zum National Champion. Will Richard war mit 18 Punkten und acht Rebounds der Matchwinner, Clayton Jr. erzielte alle seine elf Zähler in der zweiten Hälfte. LJ Cryer stemmte sich mit 19 Punkten dagegen, davon 14 nach der Pause.
Ein historischer Erfolg: Head Coach Todd Golden ist nun der jüngste Titeltrainer in der Geschichte des College Basketballs seit Jim Valvano (37) in 1983.
sgm