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Bundestrainer kommt nach München
Der Amerikaner Duane Washington will Deutscher werden, vielleicht sogar für Deutschland Basketball spielen. Am Donnerstag kann sich der Bayern-Profi dem Bundestrainer präsentieren.

Duane Washington Junior. Diesen Amerikaner wird sich Alex Mumbru bei seinem Besuch in München wohl ganz genau angucken. Zwar ist der Basketball-Bundestrainer am Donnerstag (20.00 Uhr/MagentaSport) eigentlich in der EuroLeague als Coach von Bayern-Gegner Virtus Bologna im Einsatz. Doch neben seinen Münchner Welt- und Europameistern kann der Spanier gleich auch einen so spannenden wie unerwarteten Kandidaten für die DBB-Auswahl sichten.
Spielmacher Washington, seit Sommer bei den Bayern, mag in den USA aufgewachsen sein, geboren wurde er jedoch im Jahr 2000 in Frankfurt am Main, weil sein Vater damals für die Skyliners und deren Vorgängerteam TV Rhöndorf spielte. Den deutschen Pass besitzt der 26-Jährige noch nicht, das könnte sich aber zeitnah ändern. "Ich weiß noch nicht genau, wann, aber wir sind im Prozess. Ich bekomme bald meinen Reisepass", sagte Washington jüngst.
Dann könnte Mumbru ihn nominieren. Die WM 2027 in Katar und Olympia in Los Angeles ein Jahr darauf werfen ihre Schatten voraus. Und Washington hatte bereits Anfang 2025 sein Interesse bekundet. "Ich würde sehr gerne bei Olympia und allgemein FIBA-Basketball spielen, diese Erfahrungen würde ich gerne mitnehmen", sagte er im Interview mit dem Portal BasketNews: "Ich habe viele gute Dinge über das deutsche Team gehört und ich wäre sehr gerne ein Teil dieser Gruppe."
Wie realistisch ist ein solches Szenario aber wirklich? Zunächst sind die Guard-Positionen im Nationalteam aktuell gut besetzt. Hinter Kapitän Dennis Schröder, Maodo Lo (beide 33) und Scharfschütze Andreas Obst (30) lauern Justus Hollatz (25) sowie die U19-Vizeweltmeister Christian Anderson und Jack Kayil (beide 20). Dennoch ist Washington ohne Frage ein ausgezeichneter Scorer, den es zu beachten gilt.
Im Zeitraum zwischen 2021 und 2023 absolvierte er für die Indiana Pacers und Phoenix Suns insgesamt 79 Einsätze in der NBA, ehe er 2024 zu Partizan Belgrad ging, von wo er letztlich nach München kam. Nachdem er dort die Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst hatte, zeigte er zuletzt starke Leistungen, legte bei Bayerns EuroLeague-Niederlagen bei Fenerbahce Istanbul und gegen Belgrad je 20 Punkte auf.
Mumbrú hat den Neffen des fünfmaligen NBA-Champions Derek Fisher derweil auf dem Schirm, von Meridian Sport aus Serbien im vergangenen Mai angesprochen, sagte er: "Er hat leider keinen deutschen Pass, darum kann er auch nicht für uns spielen. Ansonsten ist er aber ein toller Spieler." Nun, den Pass dürfte Washington bald besitzen. Dann liegt die Entscheidung bei Mumbrú.
SID