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    NBA

    vor 1 Stunden

    Rockets droht Playoff-Aus

    Durant und die komische Stimmung in Houston: Kurz vor nächster Trennung?

    Kevin Durant ist einer der besten Basketballer der Geschichte - seine Teams allerdings erwecken nicht immer den glücklichsten Eindruck. Trotz eines guten Starts ist das auch bei den Houston Rockets wieder der Fall, wie die Serie gegen die dezimierten Los Angeles Lakers schonungslos aufzeigt. Könnte im Sommer bereits der nächste Tapetenwechsel anstehen?

    Kevin Durant
    Was passiert mit Kevin Durant? Jayne Kamin-Oncea-Imagn Images

    Einen echten Beitrag konnte Kevin Durant in Game 4 nicht dazu leisten, dass die Rockets ihre Saison verlängern konnten. Seinen Spaß hatte er trotzdem: Mehrfach wurde er lachend auf der Bank gesehen. Als Deandre Ayton, der bis dahin beste Laker, Mitte des dritten Viertels des Courts verwiesen wurde, konnte Durant trollen, stand auf und winkte dem Center.

    Im Prinzip machte er damit nichts wirklich Ungewöhnliches, verhielt sich vielmehr wie ein Spieler, der verletzt war und es trotzdem genoss, wie sein Team die Konkurrenz in diesem Spiel dominierte. Weil er, natürlich und unmissverständlich, trotz seiner Verletzung weiter ein Teil ebendieses Teams blieb.

    Was nur deswegen erwähnenswert ist, weil es über die Tage zuvor ausgesprochen nicht immer danach aussah.

    Kevin Durant: Mieses Timing, miese Kommunikation

    Es ist zwar ein Missverständnis, wenn Leute ihm, wie in den letzten Tagen via Social Media geschehen, andichten, er sei gar nicht verletzt; Durant stand noch nie im Verdacht, jemals eine Möglichkeit auszuschlagen, um Basketball zu spielen. Als 37-Jähriger absolvierte er in dieser Spielzeit 78 von 82 Spielen - dass er ausgerechnet jetzt zwei Verletzungen binnen so kurzer Zeit erlitt, ist schlichtweg Pech.

    Schräg wirkte es hingegen, als Durant, anders als beispielsweise Luka Doncic und Austin Reaves auf der Gegenseite, in Game 3 nicht in der Halle zu finden war, um sein Team anzufeuern. Oder als Amen Thompson am Samstag angab, er habe keine Ahnung, wie Durant sich fühle und wie es mit dessen Verfügbarkeit für Game 4 aussehe. Vielleicht fehlte es bloß an Kommunikation, Nährboden für Spekulationen bot sich dadurch jedoch definitiv.

    Kevin Durant
    In Spiel 4 saß Durant wieder auf der Bank. Troy Taormina-Imagn Images

    Wie Shams Charania berichtete, nahm KD am Sonntag an der Film-Session der Rockets teil und interagierte mit dem medizinischen Stab sowie seinen Teamkollegen. Dass diese Tatsache einen Bericht wert war? Ein weiteres komisches Zeichen. Wovon es im Zuge dieser Saison einige gab und was sich nun auch nicht maßgeblich dadurch verändert hat, dass die Rockets diese um wenigstens ein weiteres Spiel verlängern konnten.

    Das Bild, das die Rockets als einstmals haushoher Favorit in der Serie gegen die Lakers bisher abgegeben haben, war kein gutes - und es passte zu dem aus den letzten Saisonmonaten, woran Durant, auch wenn er nur in einem von vier Spielen mitwirkte, einen nicht unerheblichen Anteil hatte.

    Durant: Nur ein sportlicher Mangel

    Sportlich gab es am KD dieser Spielzeit nichts auszusetzen - im Gegenteil. Wie eigentlich immer blieb Durant ein Muster an Konstanz und Effizienz, legte 26 Punkte bei 52/41/87-Quoten auf und war damit sogar etwas effizienter unterwegs als in seiner Gesamt-Karriere. Zum zwölften Mal in seiner Laufbahn dürfte er es in ein All-NBA-Team schaffen.

    Wenn es einen Kritikpunkt gab, dann am ehesten den, dass er insbesondere als Playmaker ein wenig überlastet war und es nicht schaffte, der oft strukturlosen Offense der Rockets eine Struktur zu verleihen, gerade am Ende von engen Spielen (in Clutch-Situationen belegte Houston nba.com zufolge Platz 20 beim Offensiv-Rating).

    Immer wieder blickten die anderen Rockets in diesen Situationen gewissermaßen hilf- und ideenlos zu ihm - diese Abhängigkeit manifestierte sich auch darin, dass er die zweitmeisten Minuten der Liga abreißen musste. Was natürlich auch nicht primär an ihm lag, sondern eher an der Konstruktion des Kaders.

    Der trotzdem immerhin gut genug war, um auch ohne den schon vor der Saison verletzten Fred VanVleet und ab Mitte Januar ohne Steven Adams 52 Siege zu holen, dabei das fünftbeste Net-Rating der NBA aufzulegen. Und dabei trotzdem ziemlich unglücklich wirkte.

    Slim Tweeter

    Spätestens seit der All-Star-Pause wirkten die Rockets auf dem Court nicht mehr wie der Contender, den ihre Zahlen andeuteten. Es mag ein Zufall sein, dass zu diesem Zeitpunkt die Berichte über vermeintliche Tweets von Durant die Runde machten, in denen dieser (unter anderem) aktuelle Mitspieler wie Alperen Sengün und Jabari Smith Jr. heftig kritisierte

    Es ist bis heute nicht erwiesen, ob sie tatsächlich von ihm waren. "Ich bin nicht hier, um über Twitter-Unsinn zu reden", sagte Durant damals. "Meine Teamkollegen wissen, was wahr ist, wir sind schon die ganze Saison über auf einer Linie." Nach dieser Linie indes wurde im Anschluss wochenlang gesucht, bis Ende März spielte Houston lediglich .500-Ball.

    Selbst wenn das Team dann mit neun Siegen aus den letzten zehn Spielen (drei davon gegen Playoff-Teams) eigentlich heiß in die Playoffs ging: Zu oft wirkten die Rockets wie ein Team ohne gemeinsame Linie, das abhängig war von der (nach wie vor guten) Defense und den Isolation-Fähigkeiten einzelner Spieler, insbesondere Durants.

    Houston, wir haben einige Probleme

    Diese Eindimensionalität offenbarten die Lakers über die ersten drei Spiele der Serie schmerzlich, wirkten besser vorbereitet, variabler, smarter auf und neben dem Court. Es half den Rockets auch nicht, dass sie auf dem Papier selbst ohne Durant über mehr Talent verfügten als die Lakers ohne deren zwei beste Offensivspieler.

    Was die Spiele entblößten: Während die Rockets sehr athletisch und groß sind, fehlt ihnen Passing, Shooting und Spielgefühl. Der einzige gelernte Point Guard im Kader ist Reed Sheppard, der vom Head Coach indes an der kurzen Leine gehalten wird. Was auch vor Saisonstart und zur Trade Deadline schon bekannt war, damals aber vom Front Office nicht adressiert wurde.

    Ime Udoka selbst wiederum glänzte über die gesamte Saison auch nicht gerade mit kreativen Lösungen, um die Offense wiederzubeleben. Vielmehr funktionierte diese im Kalenderjahr 2025 sogar besser als in 2026, wobei Adams‘ historisches Offensiv-Rebounding eine große Rolle gespielt hatte.

    Dass der Coach nach Enttäuschungen regelmäßig die "Toughness" seines Teams in Frage stellt wie nach dem Kollaps in Game 3, statt die Schuld auch mal bei sich zu suchen, trägt in gewisser Weise passend zum eher disharmonischen Gesamtbild bei.

    Kevin Durant: Nicht das erste Rodeo

    Es wäre nicht fair, für all diese Probleme die Schuld bei Durant zu suchen. Fakt ist allerdings, dass er nun schon wieder mittendrin in einer Situation ist, in der die Stimmung problematisch wirkt und in der die Realität nicht zu den Erwartungen passt. Und dass er nicht gewillt oder in der Lage dazu ist, in dieser Situation als Leader im positiven Sinn voranzugehen.

    Durants letzte von drei Saisons bei den Warriors hatte etwas von einer passiv-aggressiven Seifenoper, selbst wenn sie, wenn er gesund geblieben wäre, vielleicht im dritten Titel in Serie geendet wäre. In Brooklyn forderte er nach zwei Saisons erstmals einen Trade, nach zweieinhalb wurde ihm dieser Wunsch erfüllt.

    In Phoenix, wo man noch hoffte, er könne mit Devin Booker das beste Scoring-Duo der Liga bilden, erlebte er zweieinhalb zunehmend unglückliche Jahre unter drei verschiedenen Head Coaches; dort wurde die gesamte 25/26er Saison über der umfassende "Culture Shift" gelobt, obwohl vom Vorjahresteam außer Bradley Beal und eben KD fast alle Spieler noch da waren.

    Wie es in Houston weitergeht, ist noch nicht bekannt. Allerdings spricht es Bände, dass schon kurz (?) vor dem Ende seiner ersten Saison darüber spekuliert wird, ob im Sommer der nächste Tapetenwechsel anstehen könnte. Den erhofften Schritt nach vorne haben die Rockets, die auch 24/25 exakt 52 Spiele gewannen, mit Durant in der Regular Season nicht geschafft.

    Und was die Postseason angeht: Auch mit ihm im Lineup sahen sie nie aus wie ein Team, das ein Zweitrundenmatchup gegen OKC hätte offen gestalten können, für das sie nun ohnehin erstmal ein Comeback nach 0-3 hinlegen müssten, das es in der Playoff-Geschichte noch nie gegeben hat. Es wird spannend, welche Schlüsse die Organisation aus dieser Tatsache ziehen wird.

    Kevin Durant gegen LeBron James
    Kevin Durant hat gegen LeBron James das Nachsehen. Jayne Kamin-Oncea-Imagn Images

    Der feine Unterschied

    Nun könnte man sagen, dass die Age-37-Saison bei einem Spieler von Durants Stellenwert im Großen und Ganzen nicht viel ausmacht. Dessen Vermächtnis als einer der besten Spieler und vor allem Scorer aller Zeiten steht ohnehin, er hat zwei Titel gewonnen, auf Platz 5 der All-Time-Scorer rangiert er bereits, Platz 2 könnte über die kommenden Jahre noch für ihn erreichbar sein.

    Platz 1 allerdings nicht; LeBron James ist ja selbst noch aktiv, hat über 10.000 Karriere-Punkte mehr auf dem Konto und ist mit seinen 41 Jahren auf einem guten Weg, die Lakers gegen Houston in die zweite Runde zu führen. Und dabei als Anführer aus einem sehr lückenhaften Kader mehr herauszuholen, als vorher realistischerweise anzunehmen war.

    Durant ist so etwas schon lange nicht mehr gelungen. Was nie nur an ihm lag, natürlich. Es fällt dennoch auf, dass die miesen Vibes bei seinen Stationen seit einigen Jahren fast so konstant auftauchen wie die tödlichen Midrange-Jumper. Selbst wenn es während Spiel 4 mal nicht danach aussah.

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    Ole Frerks

    Houston Rockets
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