11.04.2026
Spieler und Trainer nehmen kein Blatt vor den Mund
Am vorletzten Spieltag der regulären NBA-Saison waren bereits zahlreiche sportliche Entscheidungen gefallen. Um das Verletzungsrisiko - eine Woche vor Playoff-Start - zu minimieren, verzichteten die 30 Teams auf die Einsätze von insgesamt 168 Spielern. Dabei handelte es sich ganz offenbar um Load Management. Drohen nun Strafen?

Hat die NBA jetzt eine historische Erkältungswelle erfasst? Wohl eher nicht. Dennoch: Am 81. Spieltag der Saison meldete knapp ein Drittel aller NBA-Spieler ab. Darunter auch nahezu alle Stars, deren Anwesenheit aus sportlicher Sicht nicht zwingend notwendig war. Shai Gilgeous-Alexander, Chet Holmgren, Nikola Jokic und Donovan Mitchell sind nur wenige Namen auf der historischen Ausfall-Liste der vergangenen Nacht.
Die betreffenden Teams machten dabei auch keine Anstalten, den wahren Grund der Nicht-Spielbarkeit ihrer Star-Spieler zu verbergen. "Hätten wir den ersten Platz nicht bereits sicher, dann würden alle Spielen", erklärte beispielsweise OKC-Coach Mark Daigneault.
Auch Victor Wembanyama, der sein 65. Spiel abspulte und damit die wichtige Spielmarke für die Award-Verfügbarkeit erreichte, nahm kein Blatt vor den Mund: "Hätte ich die 65 Spiele bereits erreicht, hätte ich heute sicher nicht gespielt." Ähnlich ergeht es Nikola Jokic, der beim vermeintlichen Topspiel gegen OKC vergangene Nacht zwar nochmal aussetzte, dem aber nun ebenfalls noch ein Match für jegliche Nominierungen fehlen.
"Wir sind uns dessen bewusst", sagte Nuggets-Trainer David Adelman im Nachgang des Spiels zur Situation. Man wolle nun ein "erwachsenes Gespräch" darüber führen, ob der Serbe am finalen Spieltag am Sonntag nochmal zum Einsatz kommt. Um die Marke von 65 Partien zu erreichen, muss ein Spieler mindestens 20 Minuten auf dem Platz stehen.
Strafen haben die betreffenden Teams aber wohl nicht zu erwarten. Zwar hat die NBA erst Ende 2023 die Teilnahmeregeln für Spieler verschärft, allerdings werden diese am Saisonende in der Regel nicht angewandt. Schließlich starten bereits in einer Woche die Playoffs, wo die Verfügbarkeit der Stars freilich von größerer Bedeutung ist.
jos