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    NBA

    vor 9 Stunden

    45 Punkte sind nur Nebensache

    Doncic räumt mit altem Vorwurf auf: Redick kommt ins Schwärmen

    Luka Doncic hat beim Sieg der Los Angeles Lakers gegen die Toronto Raptors mit 45 Punkten und einer historischen Statline geglänzt. Doch nach der Partie ging es vor allem um seine Verteidigung.

    Luka Doncic glänzte unter anderem mit 15 Defensivrebounds.
    Luka Doncic glänzte unter anderem mit 15 Defensivrebounds. Sergio Estrada

    45 Punkte, 15 Rebounds, sechs Assists und fünf Steals: Luka Doncic war beim 131:125 der Los Angeles Lakers gegen die Toronto Raptors einmal mehr der überragende Mann auf dem Parkett. Der 27-Jährige traf acht seiner zwölf Dreier und schrieb damit sogar NBA-Geschichte. Noch nie zuvor hatte ein Spieler mindestens 45 Punkte, 15 Rebounds, fünf Assists, fünf Steals und fünf Dreier in einer Partie verbucht.

    Doch besonders zufrieden dürfte Doncic mit seiner Leistung am anderen Ende des Feldes gewesen sein. Neben seinen fünf Steals zog der Slowene gleich drei Offensivfouls und zeigte sich auch abseits der Statistiken deutlich engagierter als in der Vergangenheit. Eine Entwicklung, die auch Lakers-Coach JJ Redick nicht entgangen ist.

    Doncic überrascht in der Defensive: "Endlich!"

    "Er war in der Defensive großartig.", lobte Redick seinen Superstar nach der Partie. Vor allem Doncics Arbeit gegen den ballführenden Gegenspieler, seine Kommunikation und seine Positionierung gefielen dem Trainer. Auch die 15 Defensivrebounds hob er hervor. Als Doncic dann auf die Anerkennung für seine Verteidigung angesprochen wurde, reagierte er mit einem erleichterten "oh, endlich!".

    Die Kritik an seiner Defensive begleitet den Slowenen schon seit Jahren. Seine offensiven Fähigkeiten wurden nie infrage gestellt, ganz anders dagegen seine Verteidigung. Doncic selbst sieht inzwischen Fortschritte. "Ich bin offensichtlich nicht der beste Verteidiger in der NBA.", räumte er ein. In dieser Saison habe er aber einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Was Medien und Kritiker über ihn sagen, könne er sowieso nicht beeinflussen. Entscheidend sei für ihn, dass seine Mitspieler die Entwicklung wahrnehmen.

    Ein Beispiel dafür waren die drei gezogenen Offensivfouls gegen Toronto. Redick wertete solche Aktionen als Zeichen von Führungsqualität. Wer sich einem angreifenden Gegenspieler in den Weg stelle und dabei den eigenen Körper riskiere, zeige seinen Einsatz für die Mannschaft. Genau diese Einstellung wolle er von seinen Spielern sehen.

    Schwärmte von seinem Superstar: Lakers-Coach JJ Redick.
    Schwärmte von seinem Superstar: Lakers-Coach JJ Redick. Ed Szczepanski

    Auch Kessler zeigt sich beeindruckt

    Unterstützung erhielt Doncic auch von Walker Kessler. Der Center, der gegen Toronto selbst auf 16 Punkte, 15 Rebounds und drei Blocks kam, findet, dass sein Mitspieler für seine Verteidigung zu wenig Anerkennung bekommt. Besonders Doncics Spielverständnis sei dabei hilfreich. Der Guard erkenne viele Situationen früh und wisse, wo er sich auf dem Feld positionieren müsse. Wenn ein Spieler mit dessen offensiver Verantwortung auch defensiv vorangehe, könne das laut Kessler die gesamte Mannschaft mitreißen.

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    Für die Lakers wäre eine solche Entwicklung besonders wertvoll. Mit durchschnittlich 37,7 Punkten führt Doncic die NBA derzeit als Scorer an. Dass er auch defensiv mehr Verantwortung übernimmt, könnte Los Angeles auf beiden Seiten des Feldes helfen.

    Wie viel Arbeit noch vor der Mannschaft liegt, zeigte allerdings das Schlussviertel gegen Toronto. Die Lakers hatten zwischenzeitlich mit 26 Punkten geführt, ließen die Raptors aber noch einmal herankommen. Redick musste seine Starter zurück aufs Feld schicken, um den fünften Saisonsieg abzusichern. Auch deshalb dürfte der Trainer die zusätzlichen Defensivaktionen seines Superstars gerne sehen.

    kon

    Los Angeles Lakers
    LOSLA LakersLos Angeles Lakers
    131
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    125
    Toronto Raptors
    TORTorontoToronto Raptors