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    NBA

    vor 11 Stunden

    Viele Träume zerplatzen

    Die Verlierer im LeBron-Poker: Für Curry und die Warriors wird es finster

    LeBron James hat sich für die Philadelphia 76ers entschieden und damit mehrere Titelanwärter enttäuscht zurückgelassen. Besonders schwer wiegt die Absage für Stephen Curry und die Golden State Warriors - doch auch im Osten hat der Wechsel weitreichende Folgen.

    Stephen Curry und die Warriors sind einer der großen Verlierer.
    Stephen Curry und die Warriors sind einer der großen Verlierer. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

    Philadelphia ergänzt seinen hochkarätigen Kader um Joel Embiid, Tyrese Maxey und Jaylen Brown damit um einen weiteren Superstar. Die übrigen Interessenten müssen sich dagegen mit den deutlich weniger prominenten Optionen auf dem verbliebenen Spielermarkt beschäftigen.

    Stephen Curry und die Warriors

    Als größter Verlierer gilt Golden State. Die Aussicht auf ein gemeinsames Karrierefinale von James und Stephen Curry hatte die Fantasie vieler Fans angeregt. Zwischenzeitlich wurde sogar über eine zusätzliche Verpflichtung von Anthony Davis spekuliert, der dadurch wieder mit LeBron vereint worden wäre. Ohne eine Zusage von James gingen die Warriors jedoch nicht ins volle Risiko.

    Nun geht Golden State voraussichtlich mit einem ähnlich besetzten und alternden Kader in die neue Saison, mit Draymond Green ist zudem noch ein Schlüsselspieler derzeit ohne Vertrag. Nach lediglich 37 Siegen und der Teilnahme am Play-In fehlt es der Mannschaft weiterhin an Qualität, um mit den jüngeren Spitzenteams im Westen mitzuhalten. Auch die Verletzungen von Jimmy Butler und Moses Moody erschweren die Situation. Für Curry könnte damit eine der letzten realistischen Möglichkeiten auf einen fünften Titel ungenutzt verstreichen.

    Keine zweite Heimkehr nach Cleveland

    Auch die Cavaliers hatten auf eine weitere Rückkehr ihres größten Franchise-Spielers gehofft. Besonders mit Blick auf James’ geplante Dokumentation über das Ende seiner Karriere hätte ein letzter Abschnitt in seiner Heimatregion eine passende Geschichte geboten. Stattdessen entschied sich der 41-Jährige dafür, mit Philadelphia einen direkten Konkurrenten im Osten zu verstärken.

    Cleveland setzt damit weiterhin auf einen Kern um Donovan Mitchell, James Harden (noch Free Agent), Evan Mobley und Jarrett Allen. Talent ist reichlich vorhanden, doch gegen die Schwächen, die beim deutlichen Playoff-Aus gegen die New York Knicks sichtbar wurden, hat das Team bislang wenig gemacht. Zudem verloren die Cavaliers mit Dean Wade einen wichtigen Rollenspieler ausgerechnet an die Sixers.

    Giannis Antetokounmpo spielt für die Miami Heat.
    Giannis Antetokounmpo spielt für die Miami Heat. IMAGO/Agencia EFE

    Miami fehlt nun die Tiefe - Minnesota kommt glimpflich davon

    Die Heat gehören trotz der spektakulären Verpflichtung von Giannis Antetokounmpo ebenfalls zu den Verlierern. Gemeinsam mit Bam Adebayo und James hätte der zweimalige MVP ein außergewöhnliches Trio bilden können. Eine Rückkehr nach Miami galt lange als realistisches Szenario, ehe LeBron seine erfolgreichen Erinnerungen an die beiden Meisterschaften von 2012 und 2013 offenbar unangetastet lassen wollte.

    Ohne James fehlt Miami zusätzliche Spielgestaltung und Tiefe. Andrew Wiggins, Bobby Portis und Tim Hardaway Jr. können wichtige Rollen übernehmen, doch hinter Giannis und Adebayo wirkt der Kader nicht ausreichend breit für eine lange Saison und einen tiefen Playoff-Lauf. Da der finanzielle Spielraum begrenzt ist, müssen die Heat ihre Rotation nun vor allem mit günstigen Spielern komplettieren.

    Auch die Timberwolves wurden zeitweise mit James in Verbindung gebracht, können die Absage jedoch leichter verkraften. Minnesota hatte seinen Kader bereits mit LaMelo Ball verstärkt und damit einen weiteren Star an die Seite von Anthony Edwards gestellt. Im Gegensatz zu Golden State oder Cleveland haben die Timberwolves ihren großen Sommertransfer somit bereits abgeschlossen.

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    Der Osten wird noch stärker

    Zu den indirekten Verlierern gehört schließlich die gesamte Konkurrenz in der Eastern Conference. Neben Titelverteidiger New York und dem verstärkten Philadelphia rechnen sich unter anderem Boston, Detroit, und Miami Chancen auf einen tiefen Playoff-Lauf aus.

    Mit James’ Rückkehr in den Osten wird der Weg in die NBA Finals für all diese Teams noch anspruchsvoller. Während Oklahoma City und San Antonio weiterhin als besonders gefährliche Mannschaften im Westen gelten, bietet der Osten inzwischen eine enorme Breite. Von einer schwachen "Leastern Conference" kann endgültig keine Rede mehr sein.

    Sam Müller