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    NBA

    vor 2 Stunden

    Neues Superteam bei den Sixers

    Topfavorit auf den Titel? Was LeBron den Sixers bringt

    LeBron James spielt in der kommenden Saison für die Philadelphia 76ers. Das ist ein echter Paukenschlag und verändert das Kräfteverhältnis in der Eastern Conference massiv. Doch passt das alles zusammen? Ein paar Gedanken zu den neuen Sixers.

    Tyrese Maxey und LeBron James stehen beide bei der Agentur Klutch Sports unter Vertrag.
    Tyrese Maxey und LeBron James stehen beide bei der Agentur Klutch Sports unter Vertrag. Bill Streicher-Imagn Images

    Fast alle Experten lagen in ihren Vermutungen daneben und es zeigt, wie eng LeBron seinen Zirkel hielt. Zwar wurden die Sixers als mögliche Destination genannt, doch so wirklich glauben wollte man das nicht. Und doch ist genau das jetzt Gewissheit.

    James (41) unterschreibt für zwei Jahre in Philadelphia und wird in dieser Zeit nur das Veteranen-Minimum (3,9 und 4,1 Millionen Dollar) kassieren. Das ist ein lächerlich kleiner Betrag für einen Spieler, der immer noch auf All-Star-Niveau agiert und einen kompletten Stil der eigenen Mannschaft diktieren kann. Um das mal einzuordnen: Hornets-Rookie Hannes Steinbach wird für seine Debüt-Saison 5,2 Millionen Dollar einstreichen, James' Kollege Joel Embiid 58.

    Es ist ohne Frage umgehend der beste Vertrag der NBA und ein riesiger Bonus für ein Sixers-Team, welches das maximale Gehalt an Tyrese Maxey sowie zwei Supermax-Akteure in Jaylen Brown und Embiid bezahlt. LeBron wirft nun das ganze Teamgefüge über den Haufen, doch das muss nichts Schlechtes bedeuten.

    Sixers mit LeBron: So könnte das Team aussehen

    Hier mal ein kurzer Blick auf ein mögliches Depth Chart der Sixers, die durch LeBron nicht nur Qualität, sondern auch mehr (unfassbar luxuriöse) Tiefe in den Kader bekommen.

    Philadelphia 76ers: Das Depth Chart

    PGSGSFPFC
    T. MaxeyV.J. EdgecombeJ. BrownL. JamesJ. Embiid
    L. Philon Jr.A. SimonsJ. WalkerD. WadeA. Bona
    -D. TerryJ. EdwardsD. BarlowA. Hukporti
    ----J. Broome

    Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Bank der Sixers weiterhin sehr dünn besetzt ist. Wirklich gestandene NBA-Spieler sind lediglich Anfernee Simons und Dean Wade, die beide sehr günstig in dieser Offseason nach Philly gelotst wurden.

    Für die Regular Season ist das durchaus wichtig, denn James wird im Dezember 42 Jahre alt und Embiid hat seit jeher die Knie eines Frührentners. Der MVP von 2023 hat noch nie (!) mindestens 70 Spiele in einer Saison absolviert, in nur vier waren es über 60. Dieses Risiko schwingt seit jeher in Philly mit, auch deswegen beschäftigen die Sixers gleich vier Center, darunter auch den Deutschen Ariel Hukporti, der mit den Knicks im Sommer Champion wurde.

    Kennen sich von Team USA: LeBron James und Joel Embiid
    Kennen sich von Team USA: LeBron James und Joel Embiid IMAGO/Eibner

    LeBron in Philly: Wieder mehr Team USA

    Dazu braucht es eine klare Hackordnung und das könnte komplizierter werden, als man denkt. James wird vermutlich eine Rolle wie mit Team USA einnehmen, ähnlich wie er es bei den Lakers in der zweiten Saisonhälfte tat. Heißt: Er spielt die dritte, in Philly womöglich sogar die vierte Option und wird eher als Allrounder auftreten, der hart verteidigt und sich offensiv hier und da seine Spots aussucht.

    Dazu ist er der mit Abstand beste Passgeber im Team. Maxey, Brown und Embiid sind in dieser Hinsicht alle nicht schlecht, aber eher Abschlussspieler, die selbst gerne viel mit dem Ball in der Hand operieren. Selbst ohne LeBron stellte man sich durch den Trade für Brown ähnliche Fragen, James könnte als Ballverteiler sogar eher helfen.

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    Das ist auch das große Plus von James. Er ist in dieser Hinsicht ein Chamäleon, hat in seiner Karriere alles gesehen und ist der womöglich smarteste Basketballer der Liga. Ebenso ist James auch als Ü40er einer der besten Transition-Spieler, was hervorragend zu den ultraschnellen Maxey und V.J. Edgecombe passen wird.

    Sixers mit LeBron Favorit? Nicht so schnell

    Womöglich wird es ein wenig dauern, doch das sind Luxusprobleme. Man muss erst einmal so viel Talent anhäufen, nun bleiben bis zur Trade Deadline im Februar immer noch fast sieben Monate Zeit, um weitere Anpassungen zu treffen.

    Ob es letztlich für den großen Wurf reicht? Das ist wie immer schwer zu beantworten, das Potenzial ist zumindest da. Teams wie New York oder womöglich auch Cleveland sind eingespielter - und haben ähnliches Talent. Dies sollte man bei diesen Vorhersagen stets beachten, mögliche Verletzungen (wann war Embiid in den Playoffs mal fit?) mal ausgeschlossen. So oder so ist es ein anderer Osten, den LeBron zwischen 2011 und 2018 komplett dominierte und stets die Finals erreichte. Diese Zeiten sind durch die Knicks, Cavs, Heat, Pistons oder Celtics vorbei.

    Robert Arndt