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    Basketball WM Männer

    vor 9 Stunden

    Erfolgreicher Abschluss der ersten Qualifikationsrunde

    Die nächsten WM-Bewerbungen: Schlechte Nachrichten gibt's nur für Mumbru

    Während andere Topnationen in der WM-Qualifikation stolpern, wird Deutschland erneut seiner Favoritenrolle gerecht. Das ist eine gute Nachricht. Nur eben nicht für Bundestrainer Alex Mumbru.

    Kay Bruhnke gewann mit Rytas Vilnius die Champions League.
    Kay Bruhnke gewann mit Rytas Vilnius die Champions League. IMAGO/Romans Koksarovs

    "Ich hatte heute Glück, weil ich die Würfe getroffen habe", sagte ein zufriedener Kay Bruhnke nach dem 111:79-Sieg gegen Zypern zu basketball-world.news. "Im nächsten Spiel macht das wer auch immer. Das ist an dieser Mannschaft so besonders - dass, im Prinzip, jeder so ein Spiel haben kann."

    Auf die 15 Punkte am Freitag ließ der Big Man vom litauischen Klub Rytas Vilnius am Montagabend in Bamberg nochmal 16 folgen, traf dabei überragende 7/10 Würfe aus der Distanz und, ja, gab damit auch eine Bewerbung für das WM-Finalturnier im kommenden Jahr an Bundestrainer Alex Mumbru ab.

    „Für Deutschland zu spielen, da kommt immer gewisser Stolz auf. Ich finde, da sollte man immer 100 Prozent geben - egal, ob es Zypern oder die Türkei ist.“ Dabei war Bruhnke freilich nicht der einzige Spieler in den deutschen Reihen, der für die meisten Fans ein gänzlich neuer Anblick im DBB-Trikot war - und dennoch auf Anhieb überzeugte.

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    Deutscher Kader so tief wie nie

    Bruhnkes Rytas-Kollege Simonas Lukosius, College-Youngster Sananda Fru und Alba-Senkrechtstarter Michael Rataj feierten in diesem Länderspielfenster allesamt ihr Debüt für die deutschen Herren. Während letzterer gegen Zypern nach Absprache mit Mumbru aussetzte, war es diesmal besonders Fru, der seine Minuten zu nutzen wusste: 13 Punkte, 5/5 Treffer, dazu vier Rebounds in 18 Minuten.

    Für den deutschen Basketball war das dritte der insgesamt sechs Länderspielfenster auf dem Weg nach Katar 2027 ein durchweg gutes Zeichen. Die Vielzahl an Absagen gestandener und verdienter Nationalspieler hätte beinahe jede Mannschaft in Bedrängnis gebracht. Dass Deutschland - anders als eben so viele andere Topnationen in dieser WM-Qualifikation - nie in diese Gefahr geriet, spricht Bände für die dicke Personaldecke, über die der DBB inzwischen verfügt.

    Besonders ausgeprägt ist diese wohl auf den großen Positionen. Die beiden Wagner-Brüder, Isaiah Hartenstein, Ariel Hukporti, Hannes Steinbach, Daniel Theis, Johannes Thiemann, Johannes Voigtmann, Oscar da Silva, Norris Agbakoko, Christoph Tilly - es hätte noch so viele Big Man gegeben, die bei Verfügbarkeit Anspruch auf Einsatzminuten hätten anmelden können und selbiges im kommenden Jahr auch tun werden.

    Fru (mi.) feierte sein Debüt für die deutschen Herren.
    Fru (mi.) feierte sein Debüt für die deutschen Herren. picture alliance/dpa

    Mumbru: "Dieses Fenster ist sehr besonders"

    Letztlich wird Bundestrainer Alex Mumbru aber nur zwölf Spieler für das Turnier nominieren können, wovon sogar nur knapp die Hälfte auf die Positionen vier und fünf entfällt. Es ist die Luxussituation, von der andere Länder (dazu zählte Deutschland auch über lange Zeit) nur träumen können. Es ist aber auch die Situation, in der ein Trainer nicht stecken will.

    "Dieses Fenster ist sehr besonders", erklärte Alex Mumbru im Nachgang des Spiels am Montagabend. "Die Spieler haben eine lange Saison hinter sich und wollen sich ausruhen. Es ist sehr schwer, alle davon zu überzeugen, teilzunehmen." Dass einige Debütanten dennoch ihre Teilnahme erklärt hätten und dann sogar auch noch überzeugten, mache die Entscheidung für ihn nicht einfacher.

    Und gute Nachrichten sind aus Mumbrus Sicht nicht zu erwarten. Bereits im kommenden Länderspielfenster Ende August erwarte der Spanier zumindest einige Welt- und Europameister zurück im Kader. Gutes Feedback gäbe es zudem bereits von NBA-Champion Ariel Hukporti, der den Adler auf der Brust zuletzt in der Jugend getragen hat. In Mumbrus Haut will man derzeit nicht stecken. In der eines Deutschland-Fans hingegen schon.

    Julius Ostendorf