05.02.2026
Solides Debüt bei den Clippers
Dennis Schröder hat ein gutes Debüt für die Cleveland Cavaliers gefeiert. Der Wurf wollte zwar nur bedingt fallen, doch man konnte sofort sehen, wie der Braunschweiger den Cavs helfen kann.

Mit 124:91 setzten sich die Cavs bei den Clippers in einem etwas merkwürdigen Spiel durch. Keine 24 Stunden zuvor hatten beide Teams noch einen Trade eingefädelt, der James Harden nach Cleveland und Darius Garland zu den Clippers brachte. Beide Akteure waren nicht mit dabei, Garland schaute sich die Partie zumindest mit seinem Vater im Intuit Dome an und wurde von seinen ehemaligen Mitspielern herzlich begrüßt.
Zwei andere Neue spielten dagegen für die Cavs - Dennis Schröder und Keon Ellis, die am Wochenende via Trade aus Sacramento kamen. Beide spielten rund 19 Minuten, Ellis scorte sechs Punkte, Schröder sogar elf. Dazu kamen für den Deutschen sechs Assists, drei Steals sowie ein positives Plus-Minus-Rating von 15.
Dabei zeigte sich bereits ausgezeichnet, wie Schröder den Cavs helfen kann. Ein echter Backup-Guard fehlte, auch weil Lonzo Ball nach zahlreichen Verletzungen nicht mehr der Spieler ist, der er vor Jahren einmal war. In durchschnittlich 20 Minuten verbuchte der 28-Jährige nur 4,6 Punkte sowie 3,9 Assists, von seinen fünf Würfen pro Spiel waren über vier ein Dreier. Ball wurde inzwischen nach Utah abgeschoben.
Warum? Weil Ball die Explosivität komplett abgeht und er zu diesem Zeitpunkt in seiner Karriere keinen Druck mehr auf die Defensive ausüben kann. Mit ihm hatten die Cavs ein Offensiv-Rating von 112,8, was in etwa dem der Brooklyn Nets (die haben 13 Siege auf dem Konto) entspricht.
Auftritt Schröder, der nach seiner ersten Einwechslung bei der ersten Offensiv-Aktion sofort den Ring attackierte und per Layup traf. Wenig später gelang dann ein Backcourt-Steal gegen Kawhi Leonard, der in einem Dreier für Keon Ellis mündete. Als Team forcierten die Cavs 24 Ballverluste, Schröder sammelte drei Steals ein.
"Ein toller Sieg und ein großartiges Team", bilanzierte der 32-Jährige nach dem Spiel. "Wir haben sie unter 50 in einer Halbzeit gehalten, das habe in Sac nur sehr selten erlebt." Laut All-Star Donovan Mitchell war Schröder einer der Faktoren dafür, dass dies gelang.
"Es ist toll, nicht mehr gegen Dennis spielen zu müssen. Das kann ich Ihnen sagen. Man merkt seinen Einfluss auf das Spiel deutlich, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Dennis ist ein erfahrener Spieler, und es ist schön, ihn auf dem Spielfeld zu sehen."

Nun wird man sehen, wie es auf dem Feld aussieht, wenn mit Harden ein weiterer Spielmacher in die Rotation kommt. In seinen 19 Minuten hatte Schröder viele Freiheiten, hielt oft den Ball und nahm 14 Würfe. Zwar fielen nur fünf, das lag aber vor allem an der fehlenden Genauigkeit aus der Distanz (1/5).
Wichtiger für Cleveland ist, dass Schröder in der Defense Druck ausübt (es gelang unter anderem auch ein Steal gegen Leonard in einer Isolation) und er weiter aggressiv den Weg zum Korb sucht. Die Cavs haben jede Menge Schützen im Kader, vor allem unter den Reservisten, mit denen Schröder viel spielen wird.
Das Spiel in L.A. war somit ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommen mag, gleichzeitig waren die Clippers auch kein echter Gegner. Den Cavs wird es egal gewesen sein. Mit einer Bilanz von 31-21 belegen sie Rang vier im Osten, dazu sind Boston und New York in Reichweite (2,5 Spiele Rückstand).
Gut zwei Monate Zeit werden die Cavs nun haben, um sich einzuspielen, um dann in den Playoffs tatsächlich um die Krone im Osten mitzuspielen.
rar