vor 18 Stunden
Zukunftsfrage noch offen
Insgesamt fünf Deutsche standen in der nun vollendeten NBA Summer League auf dem Parkett. Eine der Überraschungen: College-Absolvent Christoph Tilly, der von den Oklahoma City Thunder einen Exhibit-10-Vertrag erhielt. Im Interview ließ er seine Leistungen nun Revue passieren.

Insgesamt sechsmal durfte sich Christoph Tilly im Trikot der Oklahoma City Thunder beweisen und überzeugte dabei mit durchschnittlich 6,0 Punkten bei 53,1 Prozent Trefferquote. Der gebürtige Berliner und frisch gebackene College-Absolvent kämpft weiterhin um einen Vertrag in der NBA, nachdem er im Draft unberücksichtigt blieb. Seine wenig überraschend eher überschaubaren Minuten nutzte der Center aber durchaus.
"Sie haben mir die Chance gegeben - ich denke, das ist das Wichtigste", resümierte der 23-Jährige im Gespräch mit Aurelia Rieke und fügte hinzu: "Ich war ready, wenn ich die Minuten bekommen habe."
Seine beste Leistung zeigte Tilly beim Summer-League-Auftakt von Las Vegas gegen die Lakers, wo er zehn Punkte erzielte und sich sieben Rebounds schnappte. "Es ist natürlich ein bisschen anders als College-Basketball", verglich er die Spielweise der NBA. "Das Feld ist größer, das Spacing ist anders, was es leichter macht, Punkte zu erzielen". Gleichwohl seien die Gegenspieler aber auch athletischer und wurfstärker.
Wie es für Tilly nun weitergeht, ist vorerst unklar. Sicher ist nur: Nach vier Jahren auf dem College wagt der 23-Jährige nun den Sprung in den Profibereich. Ein Verbleib in Oklahoma City scheint unwahrscheinlich, angesichts der Tatsache, dass der Meister von 2025 in Aday Mara einen weiteren Fünfer gedraftet und darüber hinaus auch schon alle drei Two-Way-Spots vergeben hat.
Denkbar wäre einerseits ein Wechsel zum G-League-Ableger des Franchises oder eine Rückkehr nach Europa.
jos