07.08.2025
Brunson als Paradebeispiel
Hall-of-Fame-Coach Rick Pitino sorgt mit klaren Aussagen zur Entwicklung der NBA für Aufsehen. Besonders ein Star steht dabei exemplarisch im Fokus: Jalen Brunson.

Rick Pitino, legendärer Trainer und aktueller Head Coach von St. John’s, hat im Rahmen eines Medientermins eine klare Meinung zur Entwicklung des Basketballs geäußert: "Es gibt keine Point Guards mehr. Wenn du heute noch einen findest, ist es wahrscheinlich jemand, der nicht werfen kann."
Für Pitino steht fest, dass die klassische Rolle des passorientierten Spielmachers im modernen Basketball überholt ist. Vielmehr dominieren vielseitige, scorende Guards das Spielgeschehen, und das sei auch gut so.

Besonders deutlich wird Pitinos Haltung am Beispiel von Jalen Brunson. Der Knicks-Star ist laut Pitino kein Spielmacher im klassischen Sinn: "Er ist ein Combo Scoring Guard. Er schaut nicht auf den Assist, er schaut auf den Korb. Und Gott sei Dank tut er das."
Dabei hatte Brunson in den letzten Playoffs im Schnitt immerhin 7 Assists pro Spiel, gleichzeitig war er aber auch Topscorer und unangefochtener Go-to-Guy der Knicks. Für den 72-Jährigen ein klares Indiz dafür, dass die Einteilung in starre Positionen nicht mehr zeitgemäß sei.
Der ehemalige NBA-Coach geht sogar noch weiter und stellt die Grundstruktur vieler Teams infrage: "Wer ist der Point Guard bei den Knicks, Lakers, Celtics, Thunder? Der Point Guard ist komplett erledigt."
Stattdessen fordert er ein neues Verständnis von Rollenverteilung, in dem Bewegung, Vielseitigkeit und Spacingentscheidend sind. Nicht Positionen auf dem Papier.
kon