vor 4 Stunden
Bamberg gewinnt erstes Playoff-Spiels seit 2021
Achter Sieg in Folge, erfolgreicher Auftakt in die BBL-Play-offs: Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihren Höhenflug fortgesetzt. Dabei war das Auftaktmatch gegen ratiopharm Ulm ein hartes Stück Arbeit.

Bereits im ersten Viertel lagen die Oberfranken deutlich zweistellig zurück. Nach einem frühen 15:2-Lauf rannten die Gäste von der Donau auf bis zu 16 Punkte davon. Es sollte bis zum Schlussviertel dauern, ehe die Hausherren selbst das Zepter in die Hand nehmen würden.
"Es gibt einfach Momente, in denen Teams einen Lauf starten", sagte Demarcus Demonia im Anschluss. "Wir wussten, dass wir einfach bei uns und aggressiv bleiben müssen." Und das blieben sie. Bereits im zweiten Viertel schnupperten die Gastgeber von der "großartigen" Atmosphäre der Heimfans angetrieben am Ausgleich.
Dafür maßgeblich mitverantwortlich auch Demonia selbst, der mit 18 Punkten alle Spieler anführte. Mit mehreren krachenden Dunks war er auch ursächlich dafür, das Publikum mehrfach auf die Beine zu bringen. "Sie haben von der Energie der Heimfans gelebt", sagt Ulms Justin Simon anerkennend. "

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann auch auf dem Feld immer hitziger. Während Punkte teils Mangelware blieben, begegneten sich beide Teams mit enormer Physis. Davon profitieren konnten primär die Bamberger, die den Rückstand infolge eines Alley-Oop-Dunks von Demonia vor dem Schlussdurchgang auf -4 verkürzen konnten - und die Halle bebte.
Das Momentum nahmen die Gastgeber direkt mit ins Schlussviertel, welches sie mit einem 12:0-Lauf begannen. "Wir haben 28 bis 30 Minuten unseren Basketball gespielt", so Simon über Ulms späten Einbruch. "Dann sind wir eingebrochen und haben uns selbst ein Loch gegraben. Sie haben in dem Viertel 27 Punkte gegen uns erzielt. Das waren nicht wir."
Für Bamberg war es der erste Playoff-Sieg seit fast fünf Jahren, als man in der Erstrundenserie gegen Ludwigsburg verkürzte. Dass diese Misere des früheren Serienmeisters ausgerechnet in einer Saison enden würde, zu deren Beginn Bamberg von vielen als Abstiegskandidat kategorisiert wurde, überrascht auf den ersten Blick - nicht jedoch für die Spieler selbst.
"Über die gesamte Saison sind wir als Team enorm gewachsen", so Demonia weiter. "Wir waren auch zu Beginn der Saison mal mit 20 oder so hinten und haben immer weiter gekämpft - auch gegen Teams wie Bayern." Das habe einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Und in Richtung all der Kritiker von vor Saisonbeginn, die auch aus den eigenen Reihen kamen, begegnet der Forward: "Ich liebe unsere Fans. Aber wir lassen die Leute einfach reden und unsere Taten sprechen."
Julius Ostendorf