vor 4 Stunden
12:0-Start ins Schlussviertel bringt die Wende
Die BMA365 sind erfolgreich in die Play-offs der Basketball-Bundesliga gestartet. Im Auftaktspiel der Viertelfinalserie gegen ratiopharm Ulm liefen die Franken lange einem Rückstand hinterher, ehe die Gäste im Schlussviertel unter Bambergs defensivem Druck einbrachen.

Topscorer der Partie war einmal mehr Demarcus Demonia, der alle Spieler mit 18 Punkten anführte. In Watson (16), Crowley (14) und Williams (12) war das gesamte Bamberger US-Quartett zweistellig unterwegs. Für Ulm überzeugten Chris Sengfelder (13 PTS, 4/5) sowie Allrounder Justin Simon (6/7/8).
Im ersten Match der Bundesliga-Endrunde waren es trotz leichter Underdog-Rolle die Gäste aus Ulm, die den besseren Start erwischten. Nach umkämpften ersten Minuten rannte der Vizemeister dank eines 15:2-Laufs umgehend zweistellig davon. Die Mannschaft von Trainer Ty Harrelson wirkte hier deutlich frischer, ließ den Ball gut laufen und belohnte sich allein im ersten Durchgang viermal von Downtown. Erst in der finalen Viertelminute konnte Watson dem Run Ulms ein Ende setzen (16:26).
Im zweiten Durchgang setzte sich der Trend erstmal fort. Vor allem unter dem Korb stellte Ulm Bamberg vor große Probleme. Die Wende leitete schließlich Austin Crowley ein, der zielstrebig einen Leger plus Foul verwandelte. Es war der Anfang eines 13:4-Laufs für die Hausherren, der nun auch das Publikum anzündete. Dass das Spiel in dieser Phase allerdings nicht kippte, lag einerseits an einigen gut getimeten Körben Ulms, andererseits aber auch an mehreren 50/50-Entscheidungen zu Ungunsten Bambergs. Unter Pfiffen verließen die Schiedsrichter zur Pause das Feld.

Julius Ostendorf
Nach dem Seitenwechsel ging es weiter hin und her, wobei es jetzt auch etwas wild wurde. Beide Teams agierten extrem aggressiv in der Verteidigung, was auch zulasten der Offensive ging. Insgesamt 30 Ballverluste auf beiden Seiten sprechen eine klare Sprache. In der Mitte des dritten Durchgangs fiel über mehr als vier Minuten überhaupt kein Punkt. Dem setzte einmal mehr Austin Crowley ein Ende. 20 Sekunden vor dem Schlussdurchgang ließ dann Demarcus Demonia die gewohnt lautstarken Bamberger Fans jubeln: per krachendem Alley-Oop verkürzte der Pokal-MVP auf -4 (53:57).
Damit war der Kipppunkt erreicht. Während Ulm im Angriff weiter keinen Rhythmus fand und Schlüsselspieler Chris Ledlum (13, 5/14) einen durchwachsenen Abend erlebte, drehte Bamberg nun auf. Die ersten zwölf Zähler des Schlussviertels erzielten allesamt die Roten. Als Ulms Justin Simon die Misere seiner Mannschaft beendete, hatte sich Ulm bereits eine ordentliche Hypothek auferlegt (65:59), von der sie sich nicht mehr erholten.
Bamberg übernimmt zum Auftakt der Erstrundenserie gegen Ulm damit die Führung. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich den Gästen aber bereits in zwei Tagen (18.05./20.30 Uhr).
